Samstag, 14. Januar 2006. Humboldt-Universität zu Berlin, Audimax, Unter den Linden 6

Saalöffnung (Frühstücksmöglichkeit) ab 10 Uhr
Vorträge / Diskussion ab 11 Uhr: Ausgerechnet Sozialismus

Wirtschaftlich war 2005 für den Kapitalismus ein gutes Jahr. Nach den historisch einmaligen Rekordgewinnen von 2004 ging es vor allem bei den transnationalen Konzernen noch einmal aufwärts. Politisch ist die Bilanz getrübt: Der EU-Verfassungsvertrag wurde in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt – eine saftige Ohrfeige für das Vorhaben, mit den USA wirtschaftlich gleichzuziehen und dafür die Sozialstandards ins Unterirdische zu senken. Das Ergebnis der vorgezogenen Bundestagswahlen in Deutschland kann als Absage an einen neoliberalen Crashkurs interpretiert werden. George W. Bush sitzt politisch und militärisch mit seinen Truppen im Irak in einer Sackgasse. All das bestätigte einen Satz von Rosa Luxemburg aus dem Jahr 1916, wonach »nichts verhängnisvoller« wäre als »die geringste Illusion und Hoffnung auf die Möglichkeiten einer idyllischen und friedlichen Weiterentwicklung des Kapitalismus«.
Immer deutlicher zeigen sich die Grenzen des seit 1990 entfesselten globalen Kapitalismus. Höchste Zeit, sozialistische Alternativen stärker ins Gespräch zu bringen. Heinz Dieterich Steffan und Paul Cockshott stellen Überlegungen und Berechnungen vor, nach denen der Sozialismus mittlerweile nicht nur dringender, sondern auch besser und einfacher zu realisieren ist als je zuvor. Ihre Beiträge werden von unterschiedlichen linken Standpunkten aus kritisiert und beurteilt. Wobei jeder Referent sich auch auf eigene Vorstellungen zur sozialistischen Perspektive beziehen wird.

Mut zum Aufbruch
Die XI. Rosa-Luxemburg-Konferenz beschäftigt sich mit sozialistischen Alternativen
Arnold Schölzel

Verwirklichung des Sozialismus
Aus einer Rede Rosa Luxemburgs auf dem Gründungsparteitag der KPD (30. Dezember 1918 bis 1. Januar 1919)

Trotz alledem!
Auszug aus dem letzten Artikel von Karl Liebknecht in der Roten Fahne vom 15. Januar 1919

Materielle Basis
Auszug aus Lenins Text »Über das Genossenschaftswesen« vom Januar 1923

Die letzten vier
Zum Umgang der Strafverfolgungsbehörden der BRD mit den Gefangenen aus der RAF
Peter Rau

Es reicht schon lange
Erklärung der DIDF-Jugend, Solid und der SDAJ: Gemeinsam kämpfen für das Recht auf Frieden, Arbeit, Bildung, Ausbildung und ein selbstbestimmtes Leben - gegen die große Koalition der Kriegstreiber und des Bildungs- und Sozialabbaus

Protest auf der Straße ist nötiger denn je
Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung in Berlin am 15. Januar 2006 um 10 Uhr vom U-Bahnhof Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten

Mit dem Sozialismus rechnen
Die XI. Rosa-Luxemburg-Konferenz setzte auf Neues
Arnold Schölzel, Chefredakteur der jungen Welt

Für ein neues historisches Projekt
Die Bedingungen für eine nicht-kapitalistische Ökonomie sind erstmals gegeben.
Heinz Dieterich

Die Technik des Sozialismus existiert
Folgt man der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft, kann eine Planwirtschaft nicht funktionieren. Die Einwände sind nicht auf dem Niveau von heutiger Mathematik und Computerwissenschaft.
Paul Cockshott, arbeitet an der Universität Glasgow im Bereich für Computerwissenschaft

Eigentumsfrage im Mittelpunkt
Das Versagen und die Krise des Kapitalismus haben ihre Ursachen im Privateigentum an Produktionsmitteln. Ohne politische Macht kann es nicht beseitigt werden.
Hans Heinz Holz, emeritierter Professor für Philosophie und Mitglied der DKP-Programmkommission

Sozialistische Alternativen in den Amerikas
Jürgen Heiser ist jW-Autor und Übersetzer. Er präsentierte die Rede von Mumia Abu-Jamal

Weitere Inhaftierung ist nicht zu legitimieren
Forderung nach Freilassung der letzten Gefangenen aus der RAF. Vorgetragen auf der XI. Rosa-Luxemburg-Konferenz
Helmut Pohl

Das Erwachen vollzieht sich in Etappen
Grußbotschaft von René González Sehwerert im Namen der Miami Five

Solidarität mit den Miami Five
Spendenaufruf

Demokratie in jeder Spielart
Trotz aller Rückschläge ist die Nelkenrevolution von 1974 in Portugal tief verankert. Im Kampf für Sozialismus kann daran angeknüpft werden.
Aurélio Santos, Mitglied der Zentralen Kontrollkommission der Portugiesischen Kommunistischen Partei

Der Pentagonismus ist unhaltbar
Die sozialen Bewegungen Lateinamerikas haben die kapitalistische Weltmacht moralisch geschlagen. Von der Einheit der linken Kräfte hängt alles ab
Eugenio Suárez Pérez, Chefredakteur der kubanischen Zeitschrift Cuba Socialista

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