Joachim Geserick spricht bei der Vernissage der Kunstausstellung. Foto: tendenzenJoachim Geserick spricht bei der Vernissage der Kunstausstellung. Foto: tendenzen

»Triple A« heißt das Prinzip, das einen guten Führungsstil ausmacht: Es setzt sich zusammen aus »Aufmerksamkeit, Anerkennung und Anregung«. Diese wurden den Künstlerinnen und Künstlern zuteil, die sich an der Ausstellung anlässlich der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania Berlin beteiligten.

Während der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 10. Januar sprach Dr. Alex Rosen von den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) über den weltweiten Kampf für eine atomwaffenfreie Welt. Aufgrund technischer Probleme konnte die vorbereitete Präsentation zu seinem Vortrag leider nicht angezeigt werden. Wir stellen sie deshalb hier zum Download bereit:

Voller Saal: die Rosa-Luxemburg-Konferenz von junge Welt in der Berliner Urania. Foto: Christian-Ditsch.deVoller Saal: die Rosa-Luxemburg-Konferenz von junge Welt in der Berliner Urania. Foto: Christian-Ditsch.de

Die Podiumsdiskussion auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz führt prominente und kluge Köpfe zusammen. Auf der Bühne: Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Linksfraktion im Saarland, Rolf Becker, politisch engagierter Schauspieler (der während des Nato-Angriffs auf Jugoslawien das Land mit einer Gewerkschaftsinitiative besuchte), und Willy Wimmer, ehemaliger, langjähriger Abgeordneter der CDU im Bundestag und früherer Vizepräsident der OSZE, diskutieren, moderiert von jW-Chefredakteur Arnold Schölzel.

Friedenspolitik ohne Wenn und Aber: Oskar Lafontaine auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Jeder Platz besetzt … Foto: Christian-Ditsch.deFriedenspolitik ohne Wenn und Aber: Oskar Lafontaine auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Jeder Platz besetzt … Foto: Christian-Ditsch.de
Droht nach der grünen Tragödie die linke Farce in der Friedensfrage? Dieser Frage muss sich Oskar Lafontaine stellen. Er macht klar: Sollte es zum Fall kommen, dass die Linke in die Bundesregierung eintritt, müsse es Grundbedingung sein, dass sie sich nicht an Interventionskriegen beteilige. Die seien »terroristische Kriege« und »Grundlage der Ausbreitung des Terrors«. So würde Ex-US-Präsident George W. Bush in vielen muslimisch geprägten Ländern als großer Terrorist gesehen. Lafontaine fordert den Westen deshalb auf, die »doppelte Moral, die Grundlage der großen Irrtümer der Welt ist, endlich aufzugeben«. Die Täuschung über Kriegsziele und Ursachen müsse endlich aufgegeben.

Kubas Botschafter René Juan Mujica Cantelar verliest die Grußbotschaft der Cuban Five. Foto: Andrea/Songül/JensKubas Botschafter René Juan Mujica Cantelar verliest die Grußbotschaft der Cuban Five. Foto: Andrea/Songül/Jens
Der Botschafter Kubas, René Juan Mujica Cantelar, spricht auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vom »wichtigen Jahr 2014«. Er erinnert daran, dass Kuba auf humanitärem Gebiet erneut voranging, und Ärzte zur Bekämpfung von Ebola gen Afrika schickte. »Dieses Engagement reiht sich ein in die Prinzipien der kubanischen Revolution, die das Recht auf Leben hochachtet«, betont Mujica.

Lena Kreymnann (junge Welt) mit Hans Modrow (Mitte) und Volker Hermsdorf. Foto: Christian-Ditsch.deLena Kreymnann (junge Welt) mit Hans Modrow (Mitte) und Volker Hermsdorf. Foto: Christian-Ditsch.de
»Hammer oder Amboss?« Über das von beiden unter diesem Titel erstellte Buch sprechen Hans Modrow, ehemaliger DDR-Ministerpräsident, und jW-Autor Volker Hermsdorf auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin. »Junge Leute machen eine Revolution – junge Leute, die keine Kommunisten sind. Was passiert da eigentlich?«, beschreibt Modrow seine erste Faszination an der kubanischen Revolution. In der Folge kam es für Modrow zur näheren Beschäftigung mit »der herrlichen Insel«, die sich schließlich doch zum Sozialismus bekannte. Jahrzehnte später traf er auf den Journalisten Hermsdorf – der das riesige Fachwissen von Modrow erkannte und in Buchform brachte.

Expertenrunde zu Flüchtlingen, G7-Gipfel und Zivilklausel: Napuli Langa; Turgay Ulu; Ruediger Goebel; Benjamin Russ; Peter Foerster; Walter Listl (vlnr.). Foto: Christian-Ditsch.deExpertenrunde zu Flüchtlingen, G7-Gipfel und Zivilklausel: Napuli Langa; Turgay Ulu; Ruediger Goebel; Benjamin Russ; Peter Foerster; Walter Listl (vlnr.). Foto: Christian-Ditsch.de
In der nachmittäglichen Expertenrunde auf der XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz im großen Saal der Berliner Urania geht es um aktuelle Beispiele antimilitaristischer, antirassistischer und antikapitalistischer Aktionen. Peter Förster, der sich für die Zivilklausel an deutschen Bildungseinrichtungen engagiert, kann auf Erfolge verweisen: 21 Hochschulen verzichten mittlerweile auf Forschung im Zusammenhang mit Rüstung und haben dazu eine Zivilklausel verabschiedet. Trotzdem gibt es noch etliche Universitäten, die für deutsche sowie internationale Rüstungskonzerne arbeiten – und damit viele Millionen Euro verdienen. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.zivilklausel.de.

Mumia Abu Jamal. Foto: jW-ArchivMumia Abu Jamal

Der in den USA inhaftierte Journalist Mumia Abu-Jamal wandte sich auch in diesem Jahr mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz:

Meine Freunde! Wie geht’s? Bewegung!

Für Zehntausende junger Menschen in Amerika ist der Protest gegen Polizeigewalt und staatlichen Terrorismus zur Zeit an der Tagesordnung. Sie gehen jeden Tag auf die Straße, überall in den USA, im Norden, im Westen, im Süden und im Osten, egal wie das Wetter ist.

Italienische Musiker solidarisch mit ukrainischen Linkskräften: Gian Paolo Picchiami. Foto: Andreas SchulzeItalienische Musiker solidarisch mit ukrainischen Linkskräften: Gian Paolo Picchiami. Foto: Andreas Schulze
Musiker der italienischen Ska-Punk-Band »Banda Bassotti« berichten im Gespräch mit Susann Witt-Stahl über ihre Tour durch Russland und den Donbass. Die Chefredakteurin des Musikmagazins Melodie und Rhythmus fragt nach ihren Motiven für die nicht ungefährliche Reise in das Bürgerkriegsgebiet. »Wir finden es nicht gut, dass eine Musikgruppe so etwas machen muss«, sagen sie. In Italien habe es zunächst kaum unabhängige Informationen über den Umsturz in der Ukraine gegeben. Bilder von Hakenkreuzen der vermeintlichen Revolutionäre auf dem Kiewer Maidan ließen sie aber aufhorchen. Als Teil einer antifaschistischen Karawane wollten sie mit den Menschen in Kontakt treten, die im Donbass gegen den Faschismus kämpfen. Diese hätten ihnen gegenüber betont, sie täten das für ganz Europa. Es seien ganz normale Menschen und Arbeiter, die ihnen sagten »Wir freuen uns, dass ihr an uns glaubt.« (jW)

Linn Washington. Foto: Christian Ditsch/version-foto.deLinn Washington. Foto: Christian Ditsch/version-foto.de
Das »Mediengespräch« auf der heutigen XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania dreht sich um die Herausforderungen für einen glaubwürdigen Journalismus in unserer Zeit. Auf dem Podium diskutieren Linn Washington, Professor für Journalismus an der Universität von Philadelphia (USA), Ivan Rodionov, Chefredakteur des russischen Senders RT Deutsch, und Stefan Huth (junge Welt).

Comandante Marco León Calarcá, Sprecher der FARC-Delegation bei den Friedensverhandlungen zwischen der Guerilla und der kolumbianischen Regierung in Havanna, richtete per Video einen Gruß an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz. Wir dokumentieren nachstehend in deutscher Übersetzung den Wortlaut seiner Ansprache:

»Für eine Welt, in der wir
sozial gleich,
menschlich verschieden und
vollständig frei sein werden«
Rosa Luxemburg


Genossinnen und Genossen,

unsere Worte drücken die Dankbarkeit und Solidarität der FARC-EP aus. Dankbarkeit für die Möglichkeit, unsere Botschaft nicht nur an diejenigen zu richten, die hier teilnehmen, sondern auch an die, die sie über die verschiedenen Verbreitungswege der Konferenz hören und lesen werden, insbesondere die Leserinnen und Leser der Tageszeitung junge Welt. Und Solidarität, denn nie zuvor war die Aussage »Sozialismus oder Barbarei« von Rosa Luxemburg, deren Andenken wir heute ehren, so aktuell und berechtigt wie derzeit.

Freja Wedenborg von Arbejderen aus Dänemark auf der Konferenz. Foto: Christian-Ditsch.deFreja Wedenborg von Arbejderen aus Dänemark auf der Konferenz. Foto: Christian-Ditsch.de
Freja Wedenborg von Arbejderen aus Dänemark auf der Konferenz. Foto: Christian-Ditsch.de

Freja Wedenborg, Redakteurin bei der linken Tageszeitung Arbejderen aus Dänemark, stellt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der heutigen Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania das internationale Kooperationsprojekt progressiver Medien vor, an dem auch die junge Welt beteiligt ist. Ziel ist es, durch den Austausch von Informationen, gemeinsame Recherchen und gemeinsame Publikationen mehr öffentliche Gegenmacht in den beteiligten Ländern zu schaffen.

Otto Köhler vor vollem Haus. Foto: Christian Ditsch/VersionOtto Köhler vor vollem Haus. Foto: Christian Ditsch/Version
Folkpunkiger Startschuss zur diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz: The Pokes spielen zuerst im Foyer der Berliner Urania und ziehen mit Gefolgschaft in den brechend vollen Saal ein. Schlangen stehen vor dem Eingang des Konferenzzentrums, alle Sitzplätze des Saals sind bereits besetzt, die Zuhörer drängen sich in den Gängen drumherum.

Foto: Gabriele SenftFoto: Gabriele Senft
Die beiden Künstler Rainer Röder und Annamalt sind zum ersten Mal auf der RLK vertreten. Ihre Werke stellen sie im Café Tendenzen in den oberen Stockwerken der Urania aus. Röders Installation »Send more to Afghanistan II« aus Holz, Beton und Stahl (Foto) zieht die Blicke auf sich: kleine Holzkästchen, in denen Kreuze stehen – für jeden Bundeswehrsoldaten, der in Afghanistan gestorben ist, eines. Annamalt wiederum zeigt großflächige Bilder – ihre Themen sind Krieg, Globalisierung und aktuelle Weltpolitik. Besonders eindrücklich sind ihre Werke über den Krieg in Palästina, wie das Ghetto Abu-Dis, welches gänzlich von einer Mauer umgeben ist. Für ihre Bilder über die Kriegserziehung im Zeichen der Bundeswehr erhielt Annamalt den rheinland-pfälzischen Friedenspreis der DFG-VK. (mme)

Sänger von »Banda Bassotti« auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Bald wieder Tour durch den Donbass. Gespräch mit Gian Paolo Picchiami

Sänger von »Banda Bassotti« auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Bald wieder Tour durch den Donbass. Gespräch mit Gian Paolo PicchiamiSänger von »Banda Bassotti« auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Bald wieder Tour durch den Donbass. Gespräch mit Gian Paolo Picchiami

Ihre Band »Banda Bassotti« hat im Herbst eine Tour durch Russland und den Donbass gemacht, jetzt ist die zweite geplant. Warum ausgerechnet diese Region?

Wir unterstützen die Menschen im Donbass, in Noworossija. Wir sind Kommunisten und Arbeiter – dort aber werden Kommunisten und Arbeiter von Faschisten umgebracht. Und die wiederum werden von den Kapitalisten aus den USA und der EU unterstützt.

Oskar Lafontaine. Roland Weihrauch/dpaOskar Lafontaine. Roland Weihrauch/dpa

Mit Spannung wird eine Grundsatzrede über Haltelinien zu Kriegseinsätzen erwartet, die Oskar Lafontaine auf der XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am Samstag im Berliner Urania-Haus auf Einladung der Tageszeitung »junge Welt« halten wird. Im Anschluss stellt er sich der Diskussion mit Willy Wimmer (CDU) und dem Schauspieler Rolf Becker.

Großer Andrang schon bei der XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014. In diesem Jahr wird es noch voller. Foto: Björn KietzmannGroßer Andrang schon bei der XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014. In diesem Jahr wird es noch voller. Foto: Björn Kietzmann

Die Konferenz ist fast ausverkauft! 

Restkarten gibt es nur noch an der Tageskasse.

Dazu empfiehlt es sich, möglichst früh am URANIA-Haus zu sein!

Die XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz geht schon heute in die Geschichte unserer Zeitung ein: Mit über 1.500 bestellten Karten zeichnet sich ein bisher nicht gekannter Andrang zum Neujahrsauftakt der radikalen Linken im deutschsprachigen Raum ab.

ota Kehr, Jahrgang 1979, ist eine freie Liedermacherin aus Berlin. Sie macht ihre Platten selbst, ihre Konzerte und natürlich ihre Lieder. Live am 10. Januar bei der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz. Foto: obs/GEMA/Sandra Ludewigota Kehr, Jahrgang 1979, ist eine freie Liedermacherin aus Berlin. Sie macht ihre Platten selbst, ihre Konzerte und natürlich ihre Lieder. Live am 10. Januar bei der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz. Foto: obs/GEMA/Sandra Ludewig

Warum heißt Ihre Band nicht mehr Stadtpiraten?

Es ist dieselbe Band, sie hat nur den Namen abgelegt. Die hatten keine Lust mehr, Stadtpiraten zu heißen. Wir spielen in verschiedenen Formationen. Es gibt Konzerte mit drei Streichern und der Band, da sind wir zu siebt auf der Bühne, und dann gibt es Konzerte als Band zu viert und Konzerte zu zweit, also Jan Rohrbach und ich. Wir sind ja sozusagen der Kern der Band. Auch das Repertoire ist ein bisschen unterschiedlich. Es gibt Stücke, die klappen besonders gut zu zweit und andere, die funktionieren gut in der großen Besetzung.

Die erste Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge Welt fand im Januar 1996 statt. Bewusst wurde dazu der Vortag der traditionellen Kundgebung an der Luxemburg-Liebknecht-Gedenkstätte in Berlin-Friedrichsfelde gewählt. Absicht war und ist, dabei mitzuwirken, dass diese in der DDR gepflegte Tradition weitergeführt wird. Erinnert wird an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 – dabei wird ebenfalls aller anderen revolutionären Kämpfer gedacht, die in Friedrichsfelde und anderswo ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Mit Kundgebung und Demonstration wird auch ihr Erbe weitergetragen: der Kampf für eine Welt ohne Krieg und Faschismus, ohne Ausbeutung und Profitlogik. Weil das ohne Systemwechsel nicht möglich ist, wird hier auch für Sozialismus demonstriert. Es ist bis heute die größte regelmäßig stattfindende antikapitalistische Manifestation im deutschsprachigen Raum.

junge Welt, 18. Dezember 2014junge Welt, 18. Dezember 2014

Durchbruch in den Beziehungen zwischen Kuba und den USA: Am heutigen Mittwoch sind die bislang in den Vereinigten Staaten inhaftierten Kubaner Gerardo Hernández, Ramón Labaniño und Antonio Guerrero aus dem Gefängnis entlassen worden und in ihre Heimat zurückgekehrt. Das bestätigte der kubanische Präsident Raúl Castro in einer Fernsehansprache. Er habe am Vortag mit seinem nordamerikanischen Amtskollegen Barack Obama telefoniert. Dabei sei dann nicht nur vereinbart worden, die letzten drei der als »Cuban Five« international bekanntgewordenen und in ihrer Heimat als Helden verehrten Aufklärer nach Hause zurückkehren zu lassen. Havanna habe im Gegenzug mehrere Gefangene entlassen, um deren Freiheit Washington gebeten habe. Zu diesen soll ein seit 20 Jahren in Kuba inhaftierter Spitzenspion der US-Amerikaner gehören. Zudem sei der zu 15 Jahren Haft verurteilte US-Agent Alan Gross aus humanitären Gründen freigelassen und seiner Heimat »zurückgegeben« worden.

Zwar wurden bis Freitag bereits über 800 Eintrittskarten für die Luxemburg-Konferenz verkauft - aber noch gibt es welche, man kann sie direkt bei der jungen Welt bestellen (per Post, Telefon oder www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/konferenz-2015/eintrittskarten). Allerdings funktioniert das nur, wenn Ihre Bestellung bis zum 19. Dezember 2014 bei uns eingegangen ist! Jetzt und danach kann man Karten auch in der jW-Ladengalerie in Berlin (Torstraße 6) direkt kaufen - solange es welche gibt. An der Tageskasse wird es bestenfalls Restkarten geben! Wenn Sie also sicher gehen wollen - nutzen Sie den Kartenvorverkauf! So ein Wochenende in Berlin mit Konferenzbesuch wäre übrigens auch ein wunderbares Geschenk.

Sharon Dolev

Sharon Dolev ist Gründerin und Direktorin der Regionalen Friedens- und Abrüstungsbewegung in Israel (RPM). Hauptziele der NGO sind eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten sowie ein globales Nuklearwaffenverbot. Dolev ist auch Friedens- und Abrüstungscampaignerin für Greenpeace Mediterranean und Leiterin des israelischen Greenpeace-Büros.

US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag (Ortszeit) in einem Interview mit dem Fernsehsender Fusion bestätigt, dass seine Regierung mit den zuständigen Stellen in Havanna über eine Freilassung des US-Spions Alan Gross verhandelt. Der 65jährige war im Dezember 2009 verhaftet und später zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er im Auftrag der »Entwicklungsbehörde« USAID versucht hatte, in Kuba ein illegales Kommunikationsnetzwerk für Agenten aufzubauen. Im Gegenzug für eine Haftentlassung von Gross wird in Kuba die Freilassung der drei seit über 16 Jahren in US-Gefängnissen festgehaltenen Mitglieder der Aufklärergruppe »Cuban Five« gefordert. In einer am gestrigen Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage der den rechten Gruppen in Miami nahe stehenden Tageszeitung Nuevo Herald hatte sich über die Hälfte der Leser für eine solche Lösung ausgesprochen.

Screenshot: Zeit OnlineScreenshot: Zeit Online

Mehr als 60 bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur warnen in einem gemeinsamen Appell vor einer »Rückkehr des Krieges nach Europa«. Bundesregierung und Bundestag sowie die Medien werden zu einem auf Ausgleich und Dialog bedachten Umgang mit Moskau aufgerufen. »Wir dürfen Russland nicht aus Europa hinausdrängen«, heißt es in dem am Freitag nachmittag von Zeit Online dokumentierten Aufruf, der unter anderem vom früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Altbundespräsident Roman Herzog (CDU), dem Kosmonauten Siegfried Jähn, Regisseur Wim Wenders und dem Schauspieler Mario Adorf unterzeichnet wurde.

Bodo Ramelow (r.) bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2013. Foto: Andreas DommaBodo Ramelow (r.) bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2013. Foto: Andreas Domma
Am Freitag wurde in Erfurt mit Bodo Ramelow erstmals ein Mitglied der Partei Die Linke als Ministerpräsident gewählt – danach entschuldigte er sich für das DDR-Unrecht. In Bochum lief am selben Tag letztmals ein Opel vom Band – danach wurde das Werk stillgelegt. Beides hätte so nicht stattfinden können, wenn vor 25 Jahren mit dem Fall der Mauer nicht das Ende der DDR herbeigeführt worden wäre.

Diese Medien, Zentren und Organisationen unterstützen die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015:

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Kunstausstellung in der Urania, Berlin, anlässlich der XX. Rosa–Luxemburg–Konferenz 2015

„Ich hoffe sehr, dass ich an der Kunstausstellung zur Rosa-Luxemburg-Konferenz ‚Nein, wir wollen Eure Kriege nicht – eine bessere Welt ist möglich!' teilnehmen kann!" So schrieben uns nicht wenige Künstlerinnen und Künstler, um ihrem Engagement gegen diese verbrecherischen Kriege und für eine gerechtere Welt neben ihren Kunstwerken zusätzlich Ausdruck zu verleihen.

Nein sagen wie Liebknecht

Am 4. August 1914 hatte sich Karl Liebknecht noch der Parteidisziplin gebeugt und mit der sozialdemokratischen Fraktion im deutschen Reichstag für die Bewilligung der Kriegskredite votiert. Als dort am 2. Dezember desselben Jahres über weitere Mittel für das Völkermorden abgestimmt wurde, verweigerte Liebknecht seine Stimme. Zur Begründung seiner Haltung überreichte er dem Reichstagspräsidenten zur Aufnahme in den stenographischen Bericht folgende Erklärung:

Meine Abstimmung zur heutigen Vorlage begründe ich wie folgt: Dieser Krieg, den keines der beteiligten Völker selbst gewollt hat, ist nicht für die Wohlfahrt des deutschen oder eines anderen Volkes entbrannt. Es handelt sich um einen imperialistischen Krieg, einen Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes, um die politische Beherrschung wichtiger Siedlungsgebiete für das Industrie- und Bankkapital. Es handelt sich vom Gesichtspunkt des Wettrüstens um einen von der deutschen und österreichischen Kriegspartei gemeinsam im Dunkel des Halbabsolutismus und der Geheimdiplomatie hervorgerufenen Präventivkrieg. Es handelt sich um ein bonapartistisches Unternehmen zur Demoralisierung und Zertrümmerung der anschwellenden Arbeiterbewegung. Das haben die verflossenen Monate trotz einer rücksichtslosen Verwirrungsregie mit steigender Deutlichkeit gelehrt.

Jorgito mit Rosa Luxemburg am Redaktionsgebäude der Tageszeitung junge Welt. Foto: jW/Daniel HagerJorgito mit Rosa Luxemburg am Redaktionsgebäude der Tageszeitung junge Welt. Foto: jW/Daniel Hager

Jeweils im Januar zeigen Linke im deutschsprachigen Raum,  was sie zustande bringen können, wenn sie gemeinsam handeln: Zehntausende versammeln sich dann an jedem zweiten Sonntag an den Gräbern von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und anderen Kommunisten, um daran zu erinnern, dass der Kampf für eine andere, eine menschengerechte Gesellschaftsordnung noch immer auf der Agenda steht. Schon tags zuvor treffen sich gut 2.000 Teilnehmende auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz zum Neujahrsauftakt der marxistischen Linken. Beide Veranstaltungen zeigen: Die antikapitalistischen Kräfte sind stärker, als sie von den Medien – aber ebenso von sich selber – wahrgenommen werden. Das liegt auch daran, dass sie die Möglichkeiten des organisierten gemeinsamen Handelns ansonsten viel zuwenig nutzen. Warum eigentlich?

Karl Liebknecht und Rosa LuxemburgKarl Liebknecht und Rosa LuxemburgSchlafwandelnd, so soll uns eingeredet werden, seien die europäischen Nationen in den I. Weltkrieg geraten. Hintergründe? Unwesentlich. Interessen? Uninteressant.

Wir bleiben bei Rosa Luxemburg, die 1915 schrieb: "Auf seinen objektiven historischen Sinn reduziert ist der heutige Weltkrieg als Ganzes ein Konkurrenzkampf des ... Kapitalismus um die Weltherrschaft." Geht es der Reaktion in den USA und in der EU, geht es der NATO - und deren Verbündeten im Geiste und im Profit - heute weltweit um etwas anderes, als letztlich um Kapitalinteressen?

Wir bleiben bei Karl Liebknecht, der im Dezember 1914 im Reichstag als einziger gegen die Kriegskredite gestimmt hatte.

René González. Foto: APRené GonzálezEin fester Bestandteil früherer Rosa-Luxemburg-Konferenzen war regelmäßig die Solidarität mit den fünf in den USA inhaftierten Kubanern. Sie hatten antikommunistische Terrororganisationen in Miami unterwandert, um Anschläge in ihrer Heimat zu verhindern, denn die exilkubanischen Kontragruppen versuchen seit Jahrzehnten auch mit Bomben und Morden, das System auf der Insel zu destabilisieren. Seit dem Sieg der Revolution im Jahr 1959 gab es in Kuba 713 Terroranschläge, bei denen rund 3.500 Menschen getötet und mehr als 2.100 verletzt wurden. Auch außerhalb Kubas begingen die meist in Miami beheimateten Terroristen zahlreiche Attentate und Morde.

Iwan Rodionow im Studio von RT Deutsch. Screenshot: YoutubeIwan Rodionow im Studio von RT Deutsch. Screenshot: YoutubeSeit Mittwoch kann man im Internet das deutsche Programm des russischen TV-Senders RT sehen – um 19.30 Uhr, fünfmal die Woche, jeweils etwa 30 Minuten lang. Wie waren die ersten Reaktionen?

Sehr viele Leute haben sich bei uns gemeldet, es gab jede Menge positive Rückmeldungen. Etwa so: »Klasse, dass es euch jetzt auch gibt!« Etliche Zuschauer hatten sachliche Kritik an der ersten Sendung, machten Verbesserungsvorschläge und wünschten uns alles Gute. Natürlich gab es auch Schmähungen, in denen uns Zuschauer genau das vorwarfen, was wir gleich zu Beginn der ersten Sendung ironisch angesprochen haben: »Putin-Marionetten«, »Sprachrohr des Kreml« usw.

Volle Ränge – XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz vergangenen Januar in der Urania. Foto: Gabriele SenftVolle Ränge – XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz vergangenen Januar in der Urania. Foto: Gabriele SenftDie Rosa-Luxemburg-Konferenz ist das wichtigste regelmäßige Symposium der radikalen Linken in Deutschland, behauptet einer der AfD-Wortführer, Hans-Olaf Henkel – und wenigstens da hat der Rechte recht: Jeden zweiten Samstag im Januar treffen sich gut 2.000 Linke aus allen Altersgruppen und Regionen und von unterschiedlicher sozialer und politischer Herkunft, um kämpferisch in das neue Jahr zu starten. Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es im deutschsprachigen Raum tatsächlich nicht – kein Wunder, dass die Beteiligung wächst und auch aus dem Ausland Linke anreisen. Die nächste Konferenz findet am 10. Januar 2015 in der Berliner Urania statt. Veranstaltet wird sie von der Tageszeitung junge Welt, unterstützt von über 30 politischen und kulturellen Organisationen und Zeitungen – und Gästen aus aller Welt.

Die NATO rückt nach Osten, aber der US-Verteidigungsminister erklärt, Russland sei an die Schwelle ihrer Mitgliedsländer vorgestoßen. In der Ukraine stützt die NATO eine von Faschisten durchsetzte Regierung, die Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, und erklärt Russland zum Aggressor. Der Kalte Krieg war für sie nie zu Ende.

Volle Säle in der Berliner Urania. Foto: Claudia SchröppelVolle Säle in der Berliner Urania. Foto: Claudia Schröppel

Volle Säle in der Berliner Urania. Foto: Claudia SchröppelVolle Säle in der Berliner Urania. Foto: Claudia Schröppel

Radhika Desai. Foto: christian-ditsch.deRadhika Desai. Foto: christian-ditsch.de

Großer Andrang in der Urania. Foto: christian-ditsch.deGroßer Andrang in der Urania. Foto: christian-ditsch.de

Großer Andrang in der Urania. Foto: christian-ditsch.de
Großer Andrang in der Urania. Foto: christian-ditsch.de 

Unterstützer der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015

Das Plakat 2015

Plakat der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015

Broschüre 2015

Broschüre zur XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz

Dokumentation sämtlicher Beiträge der XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz vom 10.Januar 2015
Beiträge u.a. von: Oskar Lafontaine, Radhika Desai, Alex Rosen, Sharon Dolev, Hans Modrow
70 Seiten; 3,60 Euro

Zu bestellen im jW-Shop

2015 zu Gast

Radhika Desai

Radhika Desai, Ökonomin, Universität Manitoba, Kanada (Foto: privat)

 

Otto Koehler

Otto Köhler, Publizist (Foto: christian-ditsch.de)

 

Hans Modrow

Hans Modrow, eheml. DDR-Ministerpräsident, Vorsitzender des Ältestenrates der Partei Die Linke (Foto: Hans Modrow)

 

Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine, Politiker und Publizist (Foto: Roland Weihrauch/dpa)

 

Peter  Mertens

Peter Mertens, Vorsitzender der Partei der Arbeit Belgiens (PVDA/PTB) (Foto: PTB)

 

willy wimmer

Willy Wimmer, Politiker, ehem. Vizepräsident der OSZE (Foto: CDU/CSU)

 

Sharon Dolev

Sharon Dolev, Gründerin und Direktorin der Regionalen Friedens- und Abrüstungsbewegung in Israel (Foto: privat)

 

Dota Kehr

Dota Kehr (Die Kleingeldprinzessin) mit Jan Rohrbach und Special Guests (Foto: Sophie Krische)

 

Banda Bassotti

Gian Paolo »Picchio« Picchiami, Sänger der italienischen Band Banda Bassotti (Foto: Banda Bassotti)

 

The Pokes

The Pokes, Berlins No. 1 Folkpunk-Band (Foto: The Pokes)

 

Iwan Rodionow

Iwan Rodionow, Chefredakteur von RT Deutsch, Russland (Foto: Screenshot Youtube)

 

Linn Washington

Linn Washington, Journalist, USA (Foto: privat)

 

Mumia Abu Jamal

Mumia Abu-Jamal, Journalist, politischer Gefangener (USA) (Foto: jW-Archiv)

 

Rolf Becker

Rolf Becker, Schauspieler (Foto: jW)

 

Volker Hermsdorf

Volker Hermsdorf, Journalist, jW-Autor (Foto: privat)

 

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