Amandla Awethu!

Amandla! Awethu!
Die Machtfrage stellen

Samstag, 13. Januar 2018, Mercure-Hotel MOA, Stephanstr. 41, 10559 Berlin

 

Einlass: 9.30 Uhr

10:20 Uhr: Musikalische Eröffnung mit der Ingoma Trommelgruppe Berlin

10:30 Uhr: Eröffnung der Kunstausstellung der Gruppe »Tendenzen«

 

Beginn: 11 Uhr

Vorträge von:

Achille MbembeFoto: Heike Huslage-Koch/CC BY-SA 4.0

Achille Mbembe, Kamerun

Politikwissenschaftler und Philosoph,
zur Lage in Afrika und weltweit: Sind Menschen tatsächlich alle gleich? Zur Afrikanisierung der Welt

Clotilde OhouochiFoto: privat

Clotilde Ohouochi, Côte d’Ivoire

ehemalige Sozialministerin,
zur imperialistischen Einmischung in Afrika am Beispiel der Elfenbeinküste vor allem des französischen Imperialismus

Xiaoqin DingFoto: Martin Groß/www.puk.de

Ding Xiaoqin, Volksrepublik China

Professor an der Universität Shanghai für Finanzen und Wirtschaft,
Wie unterscheidet sich Chinas Rolle in Afrika von der der imperialistischen Hauptmächte?

Enrique UbietaFoto: Sabine Peters/jW

Enrique Ubieta, Kuba

Journalist und Philosoph,
über kubanische Einsätze in Afrika damals und heute und die veränderten Rahmenbedingungen für eine vom Imperialismus unabhängige Entwicklung
(angefragt)

Joerg KronauerFoto: Bjoern Kietzmann

Jörg Kronauer, Deutschland

Journalist und Sozialwissenschaftler,
über deutschen Imperialismus von 1871 bis 2017, alte und neue Widersprüche bei den imperialistischen Hauptkräften. Und warum Fluchtursachen bekämpfen heißt: Den Imperialismus bekämpfen

Nnimmo BasseyFoto: EPA/Tor Erik H. Mathiesen

Nnimmo Bassey, Nigeria

Dichter, Umweltschützer und Träger des Alternativen Nobelpreises 2010,
über Nahrungsmittel, Bodenschätze und billigen Arbeitskräfte – wie sich Ausbeutung und Umweltverschmutzung für das internationale Kapital rentieren

Mumia Abu JamalFoto: jW-Archiv

Mumia Abu-Jamal, USA

politischer Gefangener, Journalist und Bürgerrechtler

 

Parallelprogramm:

Jugendforum »Lernen, wie wir kämpfen müssen«

Diskussion mit Mitgliedern der DIDF-Jugend, jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)

 

Podiumsdiskussion

Oben – unten
Nord – Süd
Wer – wen
Soziale Frage und Flüchtlingselend: Abschied der Linken von der internationalen Solidarität?

Die neokolonialen Kriege des Westens bedrohen alle, die gegen die Weltordnung rebellieren. Die Feldzüge hinterließen seit 1990 Millionen Tote und machten Dutzende Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Die verstärkte Zuwanderung nach Westeuropa und Nordamerika in den vergangenen Jahren ist ein unmittelbares Resultat des neuen imperialistischen Staatsterrorismus. Die Migranten aber kommen in Gesellschaften, in denen verschärfte Konkurrenz unter Arbeitenden und Entsolidarisierung zu den wichtigsten Waffen im Klassenkampf von oben geworden sind. Sie kommen in Herrschaftssysteme, in denen Militarisierung der Außenpolitik und autoritäre Herrschaftsformen, die Stärkung des »tiefen Staates« im Innern zwei Seiten einer Medaille sind. Der Aufstieg rassistischer und neofaschistischer Organisationen, die demagogisch die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung aufgreifen, begleitet diese Entwicklung wie schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den USA gewann Donald Trump mit chauvinistischen und neofaschistischen Parolen die Präsidentschaftswahlen, in der Bundesrepublik wurde mit der AfD eine politische Reserve der Herrschenden geschaffen, die zum Faschismus hin offen ist. Im Bundestagswahlkampf wurde die Partei von den Mainstreammedien hofiert, diktierte ihre Themen.

Trifft das auch auf Linke zu? Internationalistische und solidarische Positionen sind jedenfalls umkämpft. Oft steht nicht die längst wieder akute soziale Frage im Mittelpunkt von Debatten. Rückt der Kampf gegen die westlichen Kriege, die eine Hauptursache der Fluchtbewegungen sind, an den Rand? Das sind einige der Fragen an die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz.

 

 Außerdem:

  • Beitrag von der palästinensischen Spoken Word Künstlerin und Autorin Faten El Dabass

  • Vorstellung der Neuauflage des Lenin-Bandes »Staat und Revolution« mit den Herausgebern Wladislaw Hedeler und Volker Külow

  • Auszug aus dem Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner »Rosa – Trotz alledem«

… und vieles mehr!

 

Moderation: Gina Pietsch und Dr. Seltsam

Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch,Spanisch und Türkisch (Simultanübersetzung)

Es wird eine Kinderbetreuung angeboten.

Änderungen vorbehalten. Das Programm wird laufend ergänzt.

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