rlk slogan

Die XXII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 14. Januar 2017 im Berliner Konferenzhotel Mercure MOA am Sonnabend konnte einen Teilnehmerrekord vorweisen. Mehr als 2800 Gäste, Unterstützer und Journalisten folgten den Vorträgen, Kulturbeiträgen und Debatten.

Die XXIII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz findet statt am 13. Januar 2018

Einlass ab 10 Uhr

10.20 Uhr: Eröffnung mit der Tanz- und Musikgruppe Capoeira Topázio Berlin

10.30 Uhr: Eröffnung der Kunstausstellung der Gruppe »Tendenzen«

»¡No pasarán! – Die Reaktion wird nicht durchkommen!«
Unsere Kunst für eine friedliche und solidarische Gesellschaft

Zum vierten Mal organisiert die Gruppe »Tendenzen« Berlin gemeinsam mit der Tageszeitung junge Welt im Rahmen der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz eine Kunstausstellung. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben ihre Werke eingereicht, von denen eine Jury die besten für die Präsentation ausgewählt hat.

Vorträge ab 11 Uhr

»Gegen rechts ist nicht genug – sozialistische Alternativen erkämpfen«

Die Referenten der XXII. Rosa-Luxemburg-Konferenz sprechen zu folgenden Themen:

»Der Kampf gegen den Rückschritt und der Aufbau einer neuen Linken«
Jean Wyllys, Mitglied im brasilianischen Nationalkongress, Partido Socialismo e Liberdade (Brasilien)

»›Unabhängigkeit und Sozialismus‹ – Chancen für eine gesellschaftliche Alternative im Baskenland«
Arnaldo Otegi, Politischer Gefangener bis März 2016, Vorsitzender der linken baskischen Unabhängigkeitspartei SORTU (Baskenland)

»Kampf gegen Rassismus unter neuen Bedingungen in den USA«
Marylin Zuniga
, Organisatorin für Bildungsarbeit, Lehrerin an der Roses Concrete Community School, politische Aktivistin (USA)

»Vom bewaffneten zum parlamentarischen Kampf«
Ein Vertreter der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes, FARC-EP (Kolumbien)

»Warum wir den Sozialismus in Kuba erneuern und nicht aufgeben«
Arlín Alberty Loforte, Stellv. Direktorin der Tageszeitung Granma, Leiterin von Granma Internacional (Kuba)

»Der Kampf gegen Terror und Diktatur in der Türkei«
Selahattin Demirtaş, Kovorsitzender der Halkların Demokratik Partisi, HDP (Türkei)

Grußbotschaft von Mumia Abu-Jamal, Journalist und politischer Gefangener in den USA

Kulturprogramm:

  • Rolf Becker, Theater- und Filmschauspieler
  • Heinz Ratz (Strom & Wasser), akustischer Randfiguren-Skapunkpolkarock
  • Nicolás Miquea, chilenischer Liedermacher, Dichter und Gitarrist
  • Gian Paolo »Picchio« Picchiami, Banda Bassotti (italienische antifaschistische Ska-Punk-Band)

Podiumsgespräch ab 18 Uhr

Nach der Bundestagswahl 2017:
NATO führt Krieg – die Linke regiert?

Es ist wieder soweit: Droht der Karren des Kapitalismus im Dreck steckenzubleiben, wächst der Bedarf an linken politischen Kräften zum Anschieben. Die Krise der EU hält unvermindert an, der Euro ist mehr tot als lebendig, die Außenpolitik des Westens einschließlich der deutschen steckt in immer mehr kriegerischen Sackgassen. Der Staatsterrorismus der vergangenen 25 Jahre ist die Hauptfluchtursache, provoziert terroristische Attentate und unterstützt – siehe die deutsche Fürsorge für das Erdogân-Regime in der Türkei – direkt und indirekt kriminelle Banden mit religiösem
Mäntelchen.
Die Antwort lautet unverdrossen: Aufrüsten, Waffen exportieren, Bundeswehrsoldaten in immer mehr Staaten schicken. Ginge es nach Grundgesetz und Strafgesetzbuch säßen die deutschen Verantwortlichen für Aggression und Gewalt, also Bundeskanzlerin und Minister, längst hinter Schloss und Riegel – etwa für die deutsche Teilnahme an den Angriffskriegen des Westens. Sie können ruhig schlafen. Der Generalbundesanwalt wies seinerzeit Strafanzeigen gegen den NATO-Luftkrieg auf Jugoslawien 1999 zurück, weil nur die Vorbereitung, nicht die Durchführung eines Angriffskrieges strafbar sei. Nun wird die Abwehr von Strafen noch einfacher: Am 1. Januar 2017 tritt das geänderte deutsche Völkerstrafgesetzbuch in Kraft, in das Schlupflöcher so groß wie Scheunentore eingebaut wurden, damit niemand mehr wegen Kriegsverbrechen belangt werden kann.
Jetzt häufen sich Diskussionen und Angebote, Die Linke in eine Regierung aufzunehmen, die vor allem die neue Kalte-Kriegsdoktrin der NATO gegenüber Russland zu befolgen, mehr Kriege vorzubereiten und die Bevölkerung bei Laune zu halten hat. Träte das ein, was wären die Folgen für die deutsche Linke insgesamt, für die Friedensbewegung und die Demokratie in der Bundesrepublik? Was bedeutet es für den Kampf gegen rechts und Neofaschismus?

Darüber diskutieren folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Podiumsgespräches:

  • Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei Die Linke
  • Aitak Barani, Zusammen e. V.
  • Ellen Brombacher, Kommunistische Plattform in der Partei Die Linke
  • Patrik Köbele, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei, DKP
  • Moderation: Stefan Huth (Chefredakteur junge Welt)

Parallelprogramm, Jugendforum im Saal MOA5 ab 14 Uhr

Den Rechtsruck stoppen! – Wie organisieren wir den Widerstand gegen AfD und Co.?
Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der Gewerkschaftsjugend sowie linker Bündnisse und Organisationen

Mit der AfD hat sich eine offen rassistische Partei entwickelt, die über ein bisher in der Bundesrepublik kaum gekanntes Mobilisierungs- und Stimmpotential verfügt. Sie ist Nutznießerin und Antreiberin der Rechtsentwicklung in Deutschland. Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen und den Wahlerfolgen der AfD sind aber auch andere Kräfte neu auf den Plan getreten: Zehntausende haben sich in der konkreten Solidaritätsarbeit engagiert und teilweise politisiert. Den Aufstieg der AfD nehmen viele Jugendliche mit Sorge wahr. Die Bereitschaft, sich gegen Rassismus zu positionieren, hat sich zumindest in manchen Teilen der Bevölkerung erhöht.

Ein Jahr nach den ersten Landtagswahlerfolgen der AfD und ein Dreivierteljahr vor der Bundestagswahl, gilt es auszuwerten, welche Erfahrungen wir im Kampf gegen die AfD gemacht haben, und zu diskutieren, welche Gegenstrategie erfolgversprechend ist.

Das Plakat 2017

Broschüre 2017

Broschüre zur XXII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz

Zu bestellen im jW-Shop

Zum Seitenanfang