bombardeo

nino

Bruno RodríguezDas kubanische Außenministerium veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, die Ressortchef Bruno Rodríguez am Vorabend in Havanna abgegeben hatte:

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Anwesenheit. Ich habe Sie zu diesem Treffen eingeladen, um vor der internationalen Öffentlichkeit anzuprangern, dass das State Department der Vereinigten Staaten von Amerika intensive Aktionen unternimmt, um Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zu erpressen und unter Druck zu setzen und so das Ergebnis der Abstimmung über die Resolution der Vollversammlung zur »Notwendigkeit der Beendigung der durch die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade« zu untergraben, die dieses Organ am 6. und 7. November behandeln wird.

Weit entfernt davon, die wiederholte Aufforderung der internationalen Gemeinschaft zu befolgen, die über mehr als zwei Jahrzehnte diese Resolution praktisch einstimmig verabschiedet hat, unternehmen die Vereinigten Staaten zusätzliche Manöver, um ihre Annahme zu erschweren.

Der Druck, von dem ich gesprochen habe, wird insbesondere gegen lateinamerikanische Länder ausgeübt.

In der vorletzten Oktoberwoche, also vor gerade einmal gut einer Woche, wurden in Washington die Botschaften von vier lateinamerikanischen Ländern vom State Department einbestellt, um deren Stimme gegen den Resolutionsentwurf zu erhalten.

Das Treffen, von dem ich gerade sprach, ist Teil intensiver und direkter Unternehmungen der US-Botschaften in den Hauptstädten von sechs lateinamerikanischen Ländern, die Druck ausüben, um ein verändertes Abstimmungsverhalten zu erzwingen.

Es ist bekannt, in welcher groben Weise die Regierung des Präsidenten Donald Trump zu verschiedenen Formen der Konditionierung und Erpressung greift, um außenpolitische Ziele zu erreichen.

Nach dem deutlichen Scheitern im vergangenen Jahr 2018, als das State Department versucht hatte, durch Änderungsanträge den Charakter der Resolution zu verändern, die traditionell der Vollversammlung vorgelegt wird, konzentriert sich das Ziel in diesem Jahr darauf, durch in allen Regionen des Planeten aufgebauten Druck die Zahl der Stimmen (für diese Resolution) zu reduzieren.

Kuba weiß, dass es mit der einmütigen Unterstützung der Völker Lateinamerikas und des Planeten rechnen kann und hofft, dass sich keine Regierung der Region den antikubanischen Vorgaben Washingtons unterwirft. Sie würde sonst dem bekannten Willen ihrer jeweiligen Völker, der Weltöffentlichkeit, dem Völkerrecht und den grundlegendsten Normen von Ethik und Gerechtigkeit den Rücken zuwenden.

Vielen Dank.

 

Übersetzung: André Scheer. Erschienen am 5. November 2019 in der Online-Ausgabe der Tageszeitung junge Welt

Termine


12 Nov 2019;
18:00 - 20:00 Uhr
Wo der Himmel aufgeht – Esther Bejarano und Microphone Mafia in Kuba
Ibero-Amerikanisches Institut, Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin, Simón-Bolívar-Saal


22 Nov 2019;
19:00 - 00:00 Uhr
Das Lied gegen den Faschismus
Haus der Kulturen Lateinamerikas, Am Sudhaus 2, 12053 Neukölln, Berlin


23 Nov 2019;
14:30 - 16:00 Uhr
Stoppt die US-Aggression
Goethe-Universität, Campus Westend, Grüneburgweg 1, Frankfurt am Main


23 Nov 2019;
19:00 - 21:30 Uhr
Kuba Informationsabend – Contra el Bloqueo!
Vielfalter KL e.V., Pirmasenser Str. 20 a, 67655 Kaiserslautern


03 Dez 2019;
20:00 - 22:00 Uhr
Die Kraft der Schwachen - Filmvorführung mit Diskussion
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 60329 Frankfurt/ Main


11 Jan 2020;
10:00 - 20:00 Uhr
XXV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz
Mercure Hotel MOA, Stephanstr. 41, 10559 Berlin

Spenden

Spenden für die Kampagne »Unblock Cuba!« bitte auf folgendes Konto:

Verlag 8. Mai GmbH, Postbank Berlin, Verwendungszweck: Unblock Cuba
IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00
BIC: PBNKDEFF

granma logo

Granma bestellen

Zum Seitenanfang