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Antirassistischer Protest in New York (Juli 2019). Foto: REUTERS/Michael A. McCoyAntirassistischer Protest in New York (Juli 2019). Foto: REUTERS/Michael A. McCoyBei seiner Kritik am aktuellen Zustand der Bewegung in Ferguson und generell in den USA bleibt Tory Russell nicht stehen. Organisiert in der »International Black Freedom Alliance« (IBFA), als deren internationaler Sprecher er nach Berlin kommt, entwickelt er mit anderen Mitstreitern die Erfahrungen schwarzer Basisbewegungen der letzten Jahrzehnte zu einem neu definierten Panafrikanismus. Die Strategie der IBFA zielt darauf ab, den globalen Kampf der Schwarzen verschiedener Kontinente zu vereinen. »Unser Ziel ist die Befreiung aller Schwarzen,« heißt ihr Credo. Dabei sei eines sicher: »Kollektiv zusammenzuarbeiten ist der einzige Weg herauszufinden, wie dieses Ziel zu erreichen ist.«

Tory Russell gehört zu den Gründern der Organisation, die 2016 an der »Internationalen Panafrikanischen Konferenz« im »afrikanischen Mutterland« teilgenommen hat. Auf der Konferenz in Sambia, zu der Russell als Delegierter von »Black Lives Matter« gereist war, habe eine »kleine Gruppe älterer afrikanischer Aktivisten« die aus vielen Teilen der Welt stammenden Delegierten aufgefordert, den Worten Taten folgen zu lassen und »eine globale Bewegung aufzubauen, die uns alle befreit«. Seitdem befinden sich die Mitglieder der IBFA in einem internationalen Diskussionsprozess und gehen heute davon aus, »dass sich diese Vision in ein oder zwei Jahren noch verändern« könne.

Erschienen am 13, Dezember 2019 in der Tageszeitung junge Welt

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