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Luz Díaz. Foto: Willi EffenbergerLuz Díaz. Foto: Willi Effenberger

Wie Luz Díaz, Vorsitzende der kolumbianischen Handelsgewerkschaft, berichtet, gab es 2016 Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen der linken Guerrillaorganisation FARC und dem Staat. Nach der Unterzeichnung des Vertrags sank die Zahl der Ermordeten um mehr als 92 Prozent. Doch später sei der wahre Missstand zum Vorschein gekommen: die Korruption.

2018 wurden in Kolumbien 34 Gewerkschafter ermordet. »Können Sie sich vorstellen, welche Angst man hat, wenn man Gewerkschaftsführer in Kolumbien ist?« fragt Díaz. Die Behörden seien untätig geblieben, die Straflosigkeitsquote liege im Land bei mehr als 90 Prozent. »Trotzdem haben wir 150.000 Gewerkschaftsmitglieder hinzugewinnen können«, sagt Díaz. »Das Volk erkennt, dass es sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen muss.« Eine Herausforderung sei es, auch in den multinationalen Handelskonzernen gewerkschaftlich zu arbeiten und dort ebenfalls Tarifverträge abzuschließen. »Man muss die Angst überwinden, auf die Straße gehen und erkennen, was gerecht ist. Dann können wir auf Augenhöhe mit den Unternehmern verhandeln«, sagt Díaz.

 

 

Übernommen aus dem jW Online Spezial zur Konferenz 2020: https://www.jungewelt.de/blogs/rls-2020

 

Broschüre 2020

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