rlk2021online

Nach Gesprächen mit den Vermietern der Konferenzräume für die Rosa-Luxemburg-Konferenz wurde deutlich: Die Tageszeitung junge Welt, das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus und die unterstützenden Organisationen müssen für das kommende Jahr umdenken. Denn die Raum- und Besucherkonzepte, die uns wegen der Coronaauflagen vorgeschlagen werden, lassen höchstens ein Fünftel der ansonsten üblichen 3.000 Besucher zu – bei bleibenden oder sogar höheren Mietkosten.

Die Konferenz wird trotzdem stattfinden. Allerdings haben wir uns entschlossen, sie live zu streamen. Jeder kann also von zu Hause aus an der Konferenz teilnehmen und das Geschehen am Bildschirm mitverfolgen. Die Struktur der Veranstaltung aber soll bleiben: Mit einer Vernissage wird die Kunstausstellung »Sozialismus oder Barbarei« eröffnet, es wird ein digitaler Rundgang durch die Exposition angeboten. Es werden mindestens fünf internationale Referenten begrüßt, Mumia Abu-Jamal wird aus der Gefängniszelle zu uns sprechen. Auch der 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sowie der 150. Jahrestag der Kämpfe der Pariser Commune werden angemessen berücksichtigt. Zudem sind eine Runde mit Aktivisten, die abschließende Podiumsdiskussion und ein vielfältiges Kulturprogramm geplant. Das bedeutet aber auch, dass der technische Aufwand für die Konferenz deutlich höher sein wird als bisher. Zumal wir versuchen, neben dem deutschen auch einen englischen und spanischen Sprachkanal zur Verfügung zu stellen. Fest steht: Wir werden jede Menge neuer Erfahrungen und Ideen sammeln müssen, um auch unter den geänderten Bedingungen eine optimale Veranstaltung zu realisieren. Das betrifft genauso die Finanzierung der nächsten Konferenz, die diesmal nur über Spenden funktionieren kann.

Die Rosa-Luxemburg-Konferenz bleibt die wichtigste regelmäßig stattfindende Konferenz der deutschsprachigen Linken. Neue Erkenntnisse und das Zusammengehörigkeitsgefühl, welches Kraft für die kommenden Monate spendet und alle Teilnehmenden für die nächsten politischen Kämpfe stärkt, soll auch unter erschwerten Bedingungen vermittelt werden. Zwar ist uns klar, dass ein tatsächliches Zusammentreffen von vielen tausend Menschen, die die bestehenden Verhältnisse nicht nur kritisieren, sondern auch überwinden wollen, über den digitalen Weg kaum ersetzt werden kann. Aber vielleicht gelingt es ja in Berlin, einen größeren Saal für jene anzumieten, die von weit her in die Hauptstadt kommen, um am Sonntag an der traditionellen Ehrung von Rosa und Karl teilzunehmen. Denn die findet nach Angaben der Veranstalter auf jeden Fall am 10. Januar 2021 statt. Aber auch anderswo könnte so etwas organisiert werden: Kommt in euren Städten zusammen und verfolgt gemeinsam im angemieteten Saal die Konferenz. Das geht als Kleingruppe auch im Wohnzimmer. Deshalb: Bildet Banden!

 

Sonnabend, 09.01.2010
URANIA-HAUS, An der Urania 17, 10787 Berlin



Einlass ab 10.00 Uhr
zwischen 10 und 10.45 Uhr Filmausschnitte aus vergangenen Konferenzen

10.45 Eröffnung der Konferenz durch IG Blech

Vorträge ab 11 Uhr

Wer nicht alles ändert, ändert gar nichts

  • 11.00 Uhr Silvia Ayala, linke Parlamentarierin, Honduras
  • 12.00 Uhr Musikalischer Beitrag von Pól Mac Adaim, Irland
  • 12.15 Uhr Enrique Ubieta, Direktor der Zeitung La calle del medio, Kuba
  • 13.00 Uhr Musikalischer Beitrag des Hans-Beimler-Chors, Berlin
  • 13.00 bis 14.00 Uhr Parallelprogramm von Jugendverbänden: Wie holen wir die Bundeswehr aus Afghanistan?
  • 13.20 Uhr Erika Baum, Kommunistin und Antifaschistin, Berlin
  • 14.00 Uhr Bericht über die Diskussion der Jugendverbände
  • 14.15 Uhr Pierre Lévy, Herausgeber der Zeitschrift La lettre de Bastille – République – Nations, Frankreich
  • 15.00 Uhr Vorstellung der Buch-/Filmreihe Bibliothek des Widerstands« durch Carmen Bitsch
  • 15.30 Uhr Mumia Abu-Jamal, Journalist, politischer Gefangener, USA
  • Robert R. Bryan, Rechtsanwalt, USA
  • 16.10 Uhr Musikalischer Beitrag von The Pokes, Folkpunk-Band, Berlin
  • 16.30 Uhr Michel Chossudovsky, Professor für Wirtschaftswissenschaften, Kanada, per Konferenzschaltung aus Montreal
  • 17.15 Uhr Musikalischer Beitrag des Hans-Beimler-Chors, Berlin

Moderation: Dr. Seltsam

außerdem:
Pól Mac Adaim, Singer/ Songwriter, Irland
IG Blech, Brass-Band, Berlin
Hans-Beimler-Chor , Berlin

Carmen Bitsch: Vorstellung Projekt „Bibliothek des Widerstandes“
Tageszeitung junge Welt und Laika-Verlag geben gemeinsam die 100 wichtigsten Filme des Widerstandes heraus.


ab 13 Uhr Paralell-Programm
Wie holen wir die Bundeswehr aus Afghanistan?
Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Jugendorganisationen


Podiumsdiskussion ab 17.30 Uhr

Um uns selber müssen wir uns selber kümmern

Gewerkschaften im 21. Jahrhundert

mit
Sabine Leidig (MdB, Die Linke),
Renate Licht (Regional-und Landesvorsitzende des DGB Thüringen),
Achim Bigus (Betriebsrat bei Karmann),
Pierre Lévy (Frankreich)
Christina Kaindl (Aktionsbündnis »Wir zahlen nicht für Eure Krise«)
Moderation: Arnold Schölzel (Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt)

Fete im Loft/Konzert

(Einlaß ab 20.00 Uhr)
21.00 Uhr Konzert: Pól Mac Adaim, Singer/Songwriter, Irland
21.40 Uhr Projektvorstellung: Zusammen e. V., Frankfurt/Main
22.00 Uhr Konzert: The Pokes, Folkpunk, Berlin

Moderation: Dr. Seltsam

Konferenzsprachen: Englisch, Spanisch, Deutsch (es wird simultan übersetzt)

Eintrittspreise
Gesamtkarte (Vorträge, Podium, Fete)
16,– Euro, ermäßigt 12,– Euro

Podiumkarte (nur für Podiumsdiskusion)
05,– Euro, ermäßigt 04,– Euro

Venezuela-Veranstaltung 28. Mai 2019 Unblock Cuba Banner 970 200px

1100x525 Tdb

Zum Seitenanfang