Kampf um die Zukunft

junge Welt Melodie und Rhythmus

Unterstützerinnen und Unterstützer der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2020

Grup Yorum bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014. Foto: Andreas Domma

Zum zweiten Mal nach 2014 tritt die revolutionäre türkische Musikgruppe Grup Yorum bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz auf! Die längst weit über die Grenzen der Türkei hinaus bekannte Gruppe macht seit 1985 sozialistische Musik und begeistert damit Tausende Zuschauer. Fünf Jahre lang veranstaltete die Band in der Türkei eine Reihe von »Volkskonzerten« bei freiem Eintritt, zu denen bis zu 500.000 Zuhörer kamen. 2015 verbot die AKP-Regierung den Auftritt, angeblich aus Sorge, er könne zu »Aufruhr« führen. Die Band reagierte darauf mit der Organisation von dezentralen Konzerten in Istanbul. Die Polizei attackierte die Veranstaltungen, es kam zu Straßenschlachten und Festnahmen.

Auch in Deutschland sind Grup Yorum und die Unterstützer der Band zunehmend Repressalien ausgesetzt. So wurden im Juni 2013 vier Personen festgenommen, die Werbung für ein Konzert der Band gemacht hatten. Vorgeworfen wurde ihnen Unterstützung einer terroristischen Organisation im Ausland nach Paragraph 129b des Strafgesetzbuches. Die Staatsanwaltschaft konstruierte dafür eine direkte Verbindung von Grup Yorum zur DHKP-C (Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front), einer marxistisch-leninistischen Organisation, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

Zuletzt versuchten die Behörden im November mit Einreiseverboten für die meisten Bandmitglieder aus der Türkei in Oberhausen das Grup-Yorum-Konzert »Eine Stimme und ein Herz gegen Rassismus« zu verhindern. Bis zu 10.000 Fans waren in die König-Pilsener-Arena gekommen. Das Konzert fand trotzt der Repression statt. Obwohl nur ein Mitglied der türkischen Stammbesetzung auf der Bühne stand und seine Kollegen durch in Deutschland lebende Musiker ersetzt wurden, war die Stimmung ausgelassen. (jW)

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