Sozialismus oder Barbarei

Zu Gast auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019:

Mesale Tolu. Foto: Christoph Schmidt/dpa Michael Hudson. Foto: Ian Buswell/copyright holder: Megan Ashcroft (Renegade Inc.) /https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MHudson.jpg/ (CC BY-SA 4.0) Otto Köhler. Foto: Christian Ditsch Vladimiro Giacché. Foto: privat via Facebook
Mesale Tolu
Foto: Christoph Schmidt/dpa
Michael Hudson
Foto: Ian Buswell / Megan Ashcroft (Renegade Inc.) (CC BY-SA 4.0)
Otto Köhler
Foto: Christian Ditsch
Vladimiro Giacché
Foto: privat via Facebook
Mumia Abu Jamal Dietmar Dath. Foto: Christian Ditsch Abel Prieto 150x150 Lena Kreymann 150x150
Mumia Abu-Jamal
Foto: jW-Archiv
Dietmar Dath
Foto: Christian Ditsch 

Abel Prieto 
Foto: ACN

Lena Kreymann
Foto: jW-Archiv 
Gina Pietsch Christine Reumschüssel  Wieland Hoban 150x150 Ulrich Maurer 150x150
Gina Pietsch
Foto: Frank Kopperschläger
Christine Reumschüssel
Foto: jW-Archiv
Wieland Hoban
Foto: privat
Ulrich Maurer
Foto: Linksfraktion
Jan von Hagen 150x150 Eduardo Sosa 150x150 Nieves Hernandez 150x150 Proyecto Son Batey 150x150
Jan von Hagen
Foto: Unsere Zeit
Eduardo Sosa
Foto: Juventud Rebelde
Nieves Iliana Hernández
Foto: Cuba Minrex
Proyecto Son Batey
Foto: jW-Archiv
      Anja Panse 150x150 3
      Anja Panse (Moderation)
Foto: Marlies Kross
... und weitere!
Der Verfasser dieses Artikels, Nnimmo Bassey, ist nigerianischer Dichter und Umweltaktivist. Er arbeitete für lokale Bürgerrechtsinitiativen und die internationale Organisation Friends of the Earth. 2010 wurde er für sein Engagement mit dem Right Livelihood Award, auch bekannt als »Alternativer Nobelpreis«, ausgezeichnet. Am 13. Januar spricht er auf der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz.
Der Beitrag erschien in der Melodie & Rhythmus 1/2018, erhältlich am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im M&R-Shop bestellen.

Nnimmo Bassey. Foto: EPA/Tor E. MathiesenNnimmo Bassey. Foto: EPA/Tor E. MathiesenI.

In der Zeit vor 1960, also noch vor der Unabhängigkeit Nigerias, priesen die Künstler die Stärke, die der afrikanische Charakter vor der Konfrontation mit den europäischen Eroberern gehabt habe. Unter den britischen Kolonialherren und in der unmittelbaren nachkolonialen Periode verfolgten u.a. die Schriftsteller Chinua Achebe and Wole Soyinka diesen Ansatz. Speziell aus der Region des Nigerdeltas sind Dennis Osadebay und Ene Henshaw zu nennen. Sie ließen in ihren Werken den antiimperialistischen Protest anklingen, wie er damals die Diskussionen unter den meisten afrikanischen Literaten bestimmte. In der Bildhauerei und den anderen bildenden Künsten erlangten die Werke von Demas Nwoko, Bruce Onabrakpeya, Yusuf Grillo und Simon Okeke Bedeutung.

In Osadebays erstem Gedichtband »Africa Sings« von 1952 preist der Autor die afrikanische Zivilisation vor der Begegnung mit den europäischen Nationen. In der Nachfolge von Léopold Senghors Gedichten, die sich an der emanzipativen Strömung der »Négritude« orientierten, drängte Osadebay seine ausländischen Leser, afrikanische Werte und Traditionen nicht als anthropologische Kuriositäten zu betrachten. Andere nennenswerte frühe nigerianische Werke in den Bereichen Lyrik, Drama und Roman stammen aus der Feder von Gabriel Okara, Mabel Segun, Frank Aig-Imoukhuede, J.P. Clark, Elechi Amadi, Buchi Emecheta, Neville Ukoli, Odia Ofeimun und Festus Iyayi.

II.
Unbestritten gehört das Nigerdelta zu den am härtesten von Umweltverschmutzung betroffenen Gebieten der Welt. Zugleich gibt es dort aber einige unglaublich schöne Flecken Erde, die zumindest die Chance hätten, wieder ihren einst verlorengegangenen Zauber zurückzuerlangen. Schutz und Regeneration – von diesen beiden ökologischen Leitlinien hängt das Schicksal der Region ab. Das Leben im Nigerdelta ist generell hart und kurz, mit durchschnittlich 41 Jahren haben Menschen hier die kürzeste Lebenserwartung im ganzen Land. Diese Tatsache könnte erklären, warum die Kunst dort Taten einklagt, anstatt bloß auf ästhetischen Genuss zu zielen.

Die Entdeckung von Erdölvorkommen in kommerziell verwertbaren Mengen im Jahr 1956 und die zwei Jahre später beginnende Ölförderung in Oloibiri im heutigen Bundesstaat Bayelsa markieren einen Wendepunkt für die Region wie auch für die gesamte Nation. So überrascht es kaum, dass hier 2016 ein Film mit dem Titel »Oloibiri« in die Kinos kam, produziert von Rogers Ofime und mit bekannten nigerianischen Schauspielern: Richard Mofe-Damijo, Olu Jacobs, Taiwo Ajai-Lycett und Segun Arinze. Die Handlung des Films dreht sich um Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Kidnapping und Gewalt. So brillant die Bilder auch sind – der Plot tendiert dazu, die Schuld bei den Opfern zu suchen und die Verursacher der Umweltkatastrophe weitgehend weißzuwaschen.

Eine veraltete Ölförder-Infrastruktur und ein kaum reguliertes Wirtschaftssystem verwandelten den Traum von Fortschritt und positivem Wandel in einen Albtraum: Jahrzehnte sind vergangen mit einer endlosen Reihe von Ölkatastrophen, der Abfackelung freigesetzter Gase und dem Verklappen von Abwasser und Giftmüll-Gemischen in die einst unberührte Natur. Das Nigerdelta ist eine Landschaft, die um Gnade bettelt und dringend Heilung benötigt.

III.

Der Literaturwissenschaftler Sule Emmanuel Egya konstatiert in einem Aufsatz: »Was unter dem Begriff der Nigerdelta-Dichtung immer größere Kreise zieht, ist eine Lyrik, die sich dezidiert mit der Landschaft und den Bewohnern dieser Region identifiziert. Die Werke von Gabriel Okara, Christian Otobotekere, Tanure Ojaide, Ogaga Ifowodo, […] Ebi Yeibo u.a. versuchen, die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Menschen und allen anderen Lebewesen vor dem Hintergrund der Ausbeutung der Ölvorkommen und auf die negativen Auswirkungen zu lenken. Die kritische ökologische Aussage, die diese Dichtung durchdringt, hat zwei Dimensionen: Sie huldigt der regionalen Flora und Fauna vor dem Beginn der Förderung, und sie ist eine kämpferische Auseinandersetzung mit den Institutionen, die für die Zerstörung dieser reichen Naturlandschaft verantwortlich zeichnen.« Huldigung und Kampf – diese Begriffe beschreiben die Dichtung dieser ausgeplünderten Gegend angemessen.

Den Grad der Verschmutzung – vom Ausmaß her nichts weniger als ein Ökozid – führte schon Ken Saro-Wiwa mit wenigen Zeilen eines Gedichts eindringlich vor Augen: »Wo man das Land verwüstet/ Und unsere reine Luft vergiftet/ Wo Flüsse in Schmutz ersticken/ Wäre Schweigen Verrat.«. Saro-Wiwa, bedeutender Bürgerrechtler, Schriftsteller und Filmemacher, führte die Bewegung für das Überleben des Volkes der Ogoni in einen heldenhaften Kampf, um der Vernichtung ihres Lebensraums Einhalt zu gebieten. Am 10. November 1995, nach einem fingierten Gerichtsprozess mit erdichteten Anklagen, wurden er und acht seiner Mitstreiter erhängt. Die Literatur dieser Region trieft vor Blut.

IV.

Die Routen, auf denen Erdöl transportiert wird, sind überall auf der Welt mit Blut getränkt. Der andauernde Konflikt in Nigeria ist nur eines, wenn auch ein zum Himmel schreiendes Beispiel. Ebenso ist der »Fall« Angola immer noch in frischer Erinnerung. Als 1999 die ersten Ölfässer aus dem Sudan verschifft wurden, eskalierte dort der Krieg zwischen Regierungskräften und der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee. Im Mittleren Osten gibt es einen Dauerkonflikt um Ressourcenaneignung und Profit. Wenn dieses Szenario ungehindert weiterexpandiert, wird das, was wir heute erleben, eines Tages lediglich als kurzes Aufstöhnen erscheinen.

Als Wissenschaftler, Autor und politischer Analyst verortet G. G. Darah sein Schreiben im Kontext der Kämpfe im Nigerdelta wie folgt: »Ich habe mich leidenschaftlich mit der Situation auseinandergesetzt, in den Massenmedien, in öffentlichen Vorträgen, in Gesprächsrunden. Was mein Engagement all dieser Jahre wie ein roter Faden durchzieht, ist die Erkenntnis, dass sich im ölreichen, aber wirtschaftlich und politisch kolonisierten Nigerdelta ein revolutionärer Prozess anbahnt. Der Umsturz manifestiert sich in der politischen Arena und in den Bewegungen, die Veränderung und Selbstbestimmung fordern. Vision und Stoßrichtung zielen auf einen radikalen Wechsel von Nigerias politischer Verfassung, um die Volksgruppen und Nationen, die Opfer des lokalen Kolonialismus wurden, zu befreien. Die Menschen des Nigerdeltas sind entschlossen, an den Freiheiten und anderen Privilegien teilzuhaben, die aus dem Ertrag ihrer Ressourcen und der strategisch günstigen Position auf dem Weltmarkt resultieren. Meine Auffassung ist, dass die Inhalte und Ausdrucksformen dieses Befreiungsversuchs in der Kunst und Literatur der Region reflektiert werden.«

Abgesehen von Biafra, dem Schauplatz eines Bürgerkriegs (1967–1970), hat keine andere Region des Landes eine so lang andauernde und unmenschliche Aggression erleiden müssen wie das Nigerdelta. Tatsächlich kann die kommerzielle Erschließung des Erdöls als Angriff verstanden werden. Der Überfall hat die Gesellschaft mit einem dichten Netz von Konflikten überzogen. Was wir heute erleben, wurde vor 60 Jahren gesät und durch das Auslöschen unserer kollektiven Werte und ethischen Prinzipien weiter genährt.

Die größten Probleme im Nigerdelta, die meiste Gewalt haben nicht die Gewehre bereitet. Nicht das Niederbrennen des Dorfes Umuechem, auch nicht die Massaker in Odi oder Odioma; nicht die Verwüstung des Ogoni-Gebiets und die Ermordung seiner Verteidiger, deren Taten nicht vergebens gewesen sein dürfen. Auch wenn wir einer Meinung sind, dass all dieses historische Unrecht gesühnt werden muss, sind diese Vorfälle nicht die schrecklichsten Wunden, die dem Nigerdelta zugefügt wurden. Im schlimmsten war das Verhalten der Ölraffinerien-Betreiber – das Geschäft mit fossilen Rohstoffen allgemein. Zusätzlich genährt wird dieser Konflikt durch sozioökonomische, politische und ökologische Faktoren, die alle miteinander korrelieren. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass unser pervertiertes politisches System in einer militaristischen Mentalität wurzelt, die Dialog und Konsens nicht duldet, sondern nur der Macht der Gewehrläufe huldigt. Wie Ike Okonta anmerkt, sind Demokratie und Fortschritt in Gefahr, wenn es keine Einigkeit darüber gibt, wer wie zu welchem Zweck das Sagen hat. Wo die Regierung die Staatsgeschäfte nur als ein Mittel betrachtet, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, ist es unmöglich, Politik und Wirtschaft auseinanderzuhalten. Das Geschäft mit der Politik ist Ausgangspunkt von allen möglichen Konflikten in der Region gewesen.

V.

Mehr als alles andere sind es die Öllecks und die Abfackelung von austretenden Gasen, die Furchtbares anrichten. Ich sage das sehr bewusst, denn Öl und Gas setzen giftige Stoffe in den Lebensräumen unserer Gemeinden frei. Sie beeinträchtigen die Menschen, ihr Land, das Wasser, die Luft – die gesamte Umwelt. Ölbohrungen, wie die Ölförderung überhaupt, produzieren hochgiftige, teils radioaktive Abfälle. Einige ihrer schädlichen Wirkungen auf die Gesundheit treten zeitlich verzögert ein und können daher nicht eindeutig auf ihre Ursachen zurückgeführt werden. Dabei haben die Menschen, die von solch einer Gefährdung akut betroffen sind, kaum Zugang zu medizinischen Einrichtungen.

Es ist bekannt, dass die Abgasverbrennung zu der schon oben erwähnten niedrigen Lebenserwartung beiträgt, indem sie Krebs, Bluterkrankungen, Asthma, Bronchitis etc. auslöst. Zudem ist sie eine Ursache für sauren Regen und bedeutet somit auch schwerwiegende ökonomische Einbußen für ohnehin verarmte Landarbeiter.

Dass Abfackelungen weiterhin zugelassen sind, ist entweder einem mangelnden Verständnis für die negativen Folgen geschuldet – oder ganz einfach einer mangelnden Achtung gegenüber jenen Nigerianern, die in dieser Region zuhause sind. Das Oberlandesgericht Benin entschied am 14. November 2005, dass Abfackelungen nicht nur illegal sind, sondern auch die Menschenrechte der Bewohner von Iwerekhan verletzen, jenes Dorfes, das eine entsprechende Klage gegen Shell und andere Konzerne eingereicht hatte. Mit Ausnahme von Russland brennt Nigeria heute so viel Gas ab wie kein anderes Land der Welt. Berichten zufolge werden 70 Prozent der Produktion abgefackelt, was einem jährlichen Verlust von zwischen 2,5 und 17 Milliarden Dollar entspricht – oder der Verschwendung von 75 Prozent der Energie, die im subsaharischen Afrika verbraucht werden (Südafrika ausgenommen). Das ist auch deshalb ein Skandal, weil die Mehrheit der Nigerianer immer noch keinen Zugang zum Stromnetz hat, obwohl bereits Milliarden von Petrodollars zum Zweck der Energieerzeugung eingezogen wurden.

VI.

Es ist wenig überraschend, dass die kritische Lage, in der sich die Umwelt im Nigerdelta befindet, die Kunstschaffenden zu einer Vielzahl bemerkenswerter Werke inspiriert hat, aus denen viel Widerstands-Emphase spricht. Über die entsetzliche Ausbeutung können Menschen unmöglich schweigen – das bezeugt die ungeheure Menge an Gedichten, Erzählungen, Liedern, Filmen, Bildern und Skulpturen, sowohl von Künstlern, die eng mit Aktivistengruppen vernetzt sind, als auch aus dem institutionell-akademischen Milieu. Neben den historischen Wegbereitern haben Dichter wie Tanure Ojaide, Ogaga Ifowodo, Nduka Otiono, Ibiwari Ikiriko, Ebi Yeibo u.v.a. wichtige Beiträge geleistet.

In seinem Gedicht »The Deluge« (Die Sintflut) schreibt Ogaga Ifowodo über »Augenblicke, die man im Takt des Herzschlags des Deltas erlebt«, und bemüht das Bild vom »flüssigen Gold«, um den Zustand der Natur und den Verlust der Existenzgrundlagen zu verdeutlichen: »Flüsse teilen sich in Wasser und Öl/ Daraus strömt es, nährt keinen Fisch, ist nicht trinkbar.« Das Cover seines Gedichtbandes »The Oil Lamp« (Die Öllampe, 2005) zeigt ein vielsagendes Foto von Frauen, die Maniok in der Hitze einer tödlichen Gasflamme verarbeiten.

Ike Okonta, ein weiterer bedeutender Schriftsteller, hat zu dieser Sammlung Ifowodos Folgendes geschrieben: »›Öl ist mein Fluch, Öl ist mein Verderben. Wo sind meine Kinder? Wo ist mein Mann? Asche und Knochen, Asche und Knochen.‹ – Dies singt eine 90-jährige Witwe, deren Mann von einer Bohrinsel stürzte und ertrank. Das endlose Sterben im Nigerdelta, der Heimat des Dichters, steht im Hintergrund der Suche nach Sinn im offenkundig Sinnlosen. Diese Gedichte sind Fragmente direkt aus der ›Sintflut‹. Sie entstammen komplexen und sehr verschiedenen Ebenen, ihre Sprache ist universell und gleichzeitig in lokalen Strukturen verankert. Die öffentlich vernehmbaren Töne einer Udje-Darbietung vertragen sich mit einer privaten, gar intimen Art zu sprechen. Die daraus resultierende Spannung entlädt sich in einer kräftigen, kämpferischen Poesie, die durch lyrische Zartheit aufrüttelt.«

VII.

Unter den Erzählungen ragt Helon Habilas »Öl auf Wasser« (2010) heraus. Der Roman ist von einem permanenten Taumel zwischen Hoffnung und Verzweiflung geprägt. Habila beschreibt den unerbittlichen Naturkreislauf des Nigerdeltas und die langsam darin einsickernde Gewalt ökologischer Zerstörung. Dabei werden dem Leser aktuelle Ereignisse fast schon im Duktus journalistischer Berichterstattung nahegebracht. Es ist die Geschichte einer sinnlosen Geiselnahme. Sie schildert, wie der unschuldigen Bevölkerung die Sprache der Gewalt beigebracht wird, wie den Interessen der Konzerne Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen gegeben wird, aber sie handelt auch von der rebellischen, unverwüstlichen Natur des menschlichen Geistes.

Habila führt seine Leser an den Flussarmen des Deltas entlang wie auch durch die Gedankenwelt der dort aufeinandertreffenden Peiniger und Gepeinigten. Der Autor weiß verfallene Ölförderanlagen ebenso pittoresk zu beschreiben wie Boote, die zwischen Mangrovenhainen und Floating Villages über das Wasser gleiten. Wer diese Gegend noch aus der Zeit des militanten Aufruhrs kennt, wird den Roman für einen Tatsachenbericht halten.

Im Bereich der Sachbücher ragen die Gefängnisschriften von Ken Saro-Wiwa heraus – auch deshalb, weil er bis zu seinem gewaltsamen Tod den gesellschaftlichen Wiederaufbau und die politische Emanzipation der Ogoni anstrebte. Die Kraft der Kunst als Waffe für Wandel und Ausbildung eines radikalen Bewusstseins entfaltet sich besonders in seinen letzten Texten, »Schweigen wäre Verrat« (2013) wie auch in »Flammen der Hölle. Nigeria und Shell: Der schmutzige Krieg gegen die Ogoni« (1996). Erstere Veröffentlichung ist eine Sammlung von Briefen, die Saro-Wiwa zwischen 1993 und 1995 an die Missionsschwester Majella McCarron gerichtet hatte. Er wusste von der Macht des geschriebenen Wortes, wie der eindringliche Brief vom 1. Dezember 1993 belegt: »Hören Sie nicht auf, Ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Wer weiß, wie wir sie in Zukunft nutzen können! Die Geschichte der Ogoni muss erzählt werden.«

VIII.

Die Lyrik aus dem Nigerdelta beschwört unmittelbar die Wirkung des Liedes, das in der Region als Mittel kultureller Kommunikation von großer Bedeutung ist. Sie lädt Autor und Leser zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise durch eine Landschaft ein, aus der sich Architekturen von Schmerz und Angst erheben. Für die meisten hier beheimateten Dichter ist die abscheuliche Ausbeutung der Naturressourcen das Leitmotiv ihrer Werke. Sie schreiben über Umweltverschmutzung und über die Qualen, den Tod und die Sorgen, unter denen die Bevölkerung leidet. In wenigen Worten zeichnen sie ein Bild von der Einverleibung des Staates durch die Unternehmen und der Herrschaft des Kapitals über das Leben.

Ein gutes Beispiel liefert Tony Afejuku: Mit seinem Gedicht »Ein zerbrechliches Boot« von 2014 evoziert er das durchdringende Gefühl der Leere in der geschundenen Natur, die Ahnung eines totalen Verlustes, die »Trostlosigkeit, erbarmungslose Trostlosigkeit/ Wo Fisch, Schildkröte und Uferschnecke/ Aus Mangel an Wasser verdursten«. Man beachte die doppelte Betonung der Trostlosigkeit.

Zweifellos ist künstlerischer Ausdruck immer das Ergebnis eines Austausches zwischen dem Akteur und seiner Umgebung. Der Literat Joe Ushie hat die Herausforderungen für einen Autor aus dem Nigerdelta wie folgt beschrieben: »Wenn er aufwacht, sieht er nur sie; wenn er aus dem Haus geht, sieht er nur sie; wenn er versunken umherblickt, sieht er nur sie. Und wenn er sich schließlich hinsetzt, um die Erlebnisse des Tages in einem Gedicht, einem Roman, einer Kurzgeschichte, einem Drama, einer Biografie, in Memoiren oder einem Brief zusammenzufassen, erinnert er nur sie.«

Nun, wo ich zum Ende meines Textes komme, ist mein Kopf voller Bilder platzender Pipelines, feuerspeiender Brennöfen, von Tränen und Blut und Klageliedern auf Trauerfeiern, mit denen jedes Wochenende der Preis dafür gezahlt wird, dass eine einst so schöne Landschaft so schwer misshandelt worden ist. Und das alles nur wegen des Petrodollars und Festhalten am Öl als vermeintlicher Grundlage unserer Zivilisation – eine längst gescheiterte Idee. Die Dichtung, die aus dieser Welt stammt, ist unweigerlich revolutionär: Sie stellt sich auf die Seite der Unterdrückten und eröffnet dem Leser die Perspektiven einer Zukunft, in der Gerechtigkeit und Fairness walten, außerhalb ständiger Lebensgefahr. Der bisherige Kampf war lang, brutal und blutig, und oft haben sich Erfolge als trügerisch erwiesen. Dennoch ist Hoffnung das Gerüst, an dem neue Kämpfe emporwachsen.

Wir koennen auch anders 1000x294

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Seit 1996 dabei gewesen

Seit 1996 waren zu Gast auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz:

Jude Abbott (Sängerin der Band Chumbawamba, Großbritannien), 2005
Mumia Abu-Jamal (politischer Gefangener und Journalist, USA), 1998-2018
Sundiata Acoli (ehem. Black Panther Party, Black Liberation Army, USA), 2013
Arlín Alberty Loforte (Leiterin von Granma Internacional, Kuba), 2017
Tariq Ali (Schriftsteller, Filmemacher, Historiker, Politikwissenschaftler, Pakistan), 2002
Alpidio Alonso Grau (Dichter und Schriftsteller, Abgeordneter, Kuba), 2016
Elmar Altvater (Professor der Politikwissenschaften, Freie Universität Berlin), 1999
Adel Amer (Generalsekretär der KP Israels), 2018
Silvia Ayala (linke Parlamentarierin, Honduras), 2010
Dario Azzellini (Publizist, Dokumentarfilmer, Politikwissenschaftler), 2004

Aitak Barani (Zusammen e. V., Frankfurt/M.), 2017
Nnimmo Bassey (Dichter, Umweltschützer, Nigeria), 2018
Erika Baum (Kommunistin und Antifaschistin), 2010
Canan Bayram (MdB Bündnis 90/Die Grünen), 2018
Rolf Becker (Schauspieler, IG Medien Hamburg), 2000, 2007, 2012, 2015, 2017, 2018
Esther Bejarano (Sängerin und Antifaschistin, Hamburg), 2016
Dan Berger (Schriftsteller, Aktivist, Dozent, USA), 2013
Piero Bernocci (nationaler Sprecher der COBAS-Gewerkschaft, Italien), 2003
Lorenz Gösta Beutin (MdB Die Linke), 2018
Heinz Bierbaum (stellv. Vorsitzender der Partei Die Linke, Professor für Betriebswirtschaft), 2012
Achim Bigus (Betriebsrat bei VW-Zulieferer Karmann), 2010
Joachim Bischoff (Redaktion Sozialismus), 1997
Lothar Bisky (Vorsitzender der Europäischen Linkspartei), 2009
Gerhard Branstner (Schriftsteller), 1997
Harpal Brar (Publizist und Politiker, Indien), 2003
André Brie (Mitglied Parteivorstand PDS), 1999
Luís Britto García (Essayist und Publizist, Venezuela), 2018
Lena Bröckl (ATTAC Deutschland), 2002
Ellen Brombacher (Kommunistische Plattform in der PDS bzw. Die Linke), 1999, 2016, 2017
Francisco Brown Infante (Zentrum für Europäische Studien, Kuba), 2001, 2007
Micha Brumlik (Hochschullehrer, Stadtrat B 90/Grüne), 1997
Robert R. Bryan (Anwalt und Experte für Menschenrechte, USA), 2007, 2008, 2010, 2011

Hernando Calvo Ospina (Journalist, ehemal. politischer Gefangener, Kolumbien), 2013
William Castillo (Vizeaußenminister, Venezuela), 2018
Brian Campfield (Generalsekretär North Ireland Public Service Alliance [NIPSA], Großbritannien), 2011
Cesár Carillo (Europavertreter der Erdölgewerkschaft USO, Kolumbien ), 2004
Pedro Noel Carrillo Alfonso (Ressort Internationale Beziehungen im ZK der KP Kubas), 2012
John Catalinotto (International Action Center, USA), 2001, 2002
Ramón Chao (Schriftsteller, Journalist, Frankreich), 2013
Roberto Chile (Fotograf, Dokumentarfilmer, Kuba), 2016
Michel Chossudovsky (Professor für Wirtschaftswissenschaften, Kanada), 2010, 2014
Roland Claus (PDS-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt), 1997
Faustino Cobarrubia Gómez (Kubanisches Institut für Weltwirtschaft), 2002
Paul Cockshott (Computerwissenschaftler, Universität Glasgow, Großbritannien), 2006
Aydın Çubukçu (Journalist, ehem. politischer Gefangener, Türkei), 2016

Amath Dansokho (Generalsekretär der Partei der Unabhängigkeit und Arbeit Senegals), 2009

Alberto da Silva Moreira (Befreiungstheologe, Universität Goiania, Brasilien), 2007
Dietmar Dath (Autor und Journalist), 2012
Rodolfo Dávalos (Jura-Professor, Universität Havanna, Kuba), 2003
Angela Davis (Soziologin, Bürgerrechtlerin, Politikerin, USA), 2005
Peter Decker (Redaktion Gegenstandpunkt), 1997
Radhika Desai (Ökonomin, Universität Manitoba, Kanada), 2015
Diether Dehm (stellvertretender Vorsitzender der PDS), 2000
Judith Dellheim (Ökonomin, Mitglied des Parteivorstandes der PDS), 1998
Selahattin Demirtaş (Kovorsitzender der HDP, Türkei), 2017
Gerd Deumlich (Redaktion Marxistische Blätter), 1997
Heinz Dieterich Steffan (Professor der Soziologie, Universität Mexiko-Stadt), 1998, 2006
Ding Xiaoqin (Wirtschaftswissenschaftler, VR China), 2018
Jutta Ditfurth (Publizistin, Buchautorin und Stadtverordnete von ÖkoLinX-ARL im Frankfurter Römer), 1997, 2001, 2012
Sharon Dolev (Gründerin und Direktorin der Regionalen Friedens- und Abrüstungsbewegung in Israel), 2015
Katrin Dornheim (Betriebsratsvorsitzende bei der DB Station & Service AG [Transnet]), 2011
Said Dudin (Journalist und Diplom-Politologe, Palästina), 2001

Thomas Ebermann (Publizist und Politiker), 1999, 2000
Stefan Eggerdinger (Autor), 1997

Johanna Fernandez (Historikerin und Sprecherin des Verteidigungsteams von Mumia Abu-Jamal, USA), 2012
Olga Fernández Rios (Philosophin, Universidad de La Habana, Kuba), 1998
Selim Ferat (Schriftsteller, Mitarbeiter am kurdischen Institut für Wissenschaft und Forschung in Berlin), 1998
Heinrich Fink (ehem. evangelischer Theologe und Vorsitzender der VVN-BdA), 2007
Sara Flounders (International Action Center, USA), 2009
Ulrich Franz (Chemiekreis Wuppertal), 2002
Dieter Frielinghaus (ehem. Moderator der Reformierten Gemeinden und Mitglied der Kirchenleitung Berlin-Brandenburg), 2001, 2016
Uwe Fritsch (freigestellter Betriebsrat, VW Wolfsburg), 2000
Juan Carlos Frómeta de la Rosa (ZK der KP Kuba), 2005
Georg Fülberth (emeritierter Professor für Politikwissenschaft), 2012

Geraldo Gasparin (Mitglied der Bundesdirektion der Landlosenbewegung »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra« [MST] in Brasilien, Beiratsmitglied der Bundesschule »Escola Nacional Florestan Fernandes«), 2012
Wolfgang Gehrcke (stellvertretender PDS-Bundesvorstand), 1996
Christian Geissler (Schriftsteller), 2005
Sami Ben Ghazi (Mitglied der Direktion der Union de la jeunesse communiste de Tunisie [Union der Kommunistischen Jugend Tunesiens]), 2012
Klaus Gietinger (Autor und Regisseur), 1997, 2009
David Gilbert (ehem. Weather Underground, USA), 2013
Denis Goldberg (Bürgerrechtler und Weggefährte Nelson Mandelas, Südafrika), 2014
Georgina Alfonso Gonzáles (stellvertretende Leiterin des kubanischen Philosophie-Instituts), 2009
Leonel Gonzáles (Mitglied des Nationalen Sekretariats der Zentrale der Gewerkschaften Kubas [CTC]), 2000
William Grigsby Vado »El Chele« (Direktor von Radio La Primerisima, Nicaragua), 2008
Peter Grottian (Professor für Sozialwissenschaften und politischer Aktivist, Freie Universität Berlin), 2007
Lucas Gualdrón (Mitglied des internationalen politisch-diplomatischen Korps der Revolutionären Streitkämpfe Kolumbiens – Armee des Volkes, FARC-EP), 1999
Nina Hager (DKP), 1996
Nina Hauer (SPD), 1996
Alain Hayot (Professor für Soziologie, Universität Marseille, Mitglied des Nationalkomitees der KP, Frankreich), 1999
Wladislaw Hedeler (Historiker), 2016–2018
Gabriele Heinecke (Rechtsanwältin), 2013
Volker Hermsdorf (Journalist, jW-Autor), 2015
Gerardo Hernández (Cuban Five, Kuba), 2016
Uwe Hiksch (Bundesgeschäftsführer der PDS), 2003
Hannes Hofbauer (Autor und Verleger, Österreich), 2004
Elvira Högemann (Autorin), 1997
Hans Heinz Holz (Philosoph, Schweiz), 2006, 2008
Matthias von Herrmann (Pressesprecher »Die Parkschützer«, »Stuttgart21«), 2011
Alfred Hrdlicka (Bildhauer und Grafiker, Österreich), 2005

Carlos Insunza Rojas (Koordinator des öffentlichen Sektors, Chilenischer Gewerkschaftsdachverband [CUT], Mitglied des Zentralkomitees der KP Chiles), 2013

Ulla Jelpke (MdB, Innenpolitische Sprecherin der PDS-Bundestagsfraktion, 2002; Die Linke, 2011)
Zivadin Jovanovic (ehem. Außenminister der Bundesrepublik Jugoslawien), 2014
Bettina Jürgensen (Vorsitzende der DKP), 2011

Anders Kaergaard (dänischer Whistleblower und Geheimdienstaussteiger), 2014
Christina Kaindl (Aktionsbündnis »Wir zahlen nicht für Eure Krise«), 2010
Boris Kagarlitzky (Soziologe und Publizist, Russische Föderation), 2002
Ernest Kaltenegger (Fraktionsvorsitzender der KPÖ im Steiermärkischen Landtag, Österreich), 2007
Christos Katsotis (Mitglied des PAME-Sekretariat und des ZK der KKE, Griechenland), 2011
Dietrich Kittner (Kabarettist), 2008
Angela Klein (Mitorganisatorin der Euromärsche), 2006
Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP), 2013, 2017
Otto Köhler (Publizist), 2015
Klaus Kolloch (Professor der Wirtschaftswissenschaften, ehem. HU Berlin), 1999
Lena Kreymann (SDAJ), 2016
Alain Krivine (Europaabgeordneter/LCR, Frankreich), 2002
Jörg Kronauer (Sozialwissenschaftler und freier Journalist), 2014, 2018
Michael Kronawitter (praktizierender Arzt und Antifa-Aktivist), 2009
Volker Külow (Historiker), 2016–2018
Ertugrul Kürkcü (Abgeordneter der HDP, Türkei), 2017
Robert Kurz (Redaktion Krisis), 1997

Helmut Laakmann (Sprecher beim Arbeitskampf im Krupp-Stahlwerk Rheinhausen), 2008
Oskar Lafontaine (Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag, 2006; Politiker und Publizist, 2015)
Annelies Laschitza (Autorin und Historikerin), 1998
Sabine Leidig (MdB, Die Linke), 2010
Marco León Calarcá (Comandante der FARC-EP, Kolumbien), 2015, 2017
Pierre Lévy (Herausgeber der Zeitschrift La lettre de Bastille - République - Nations, Frankreich), 2010
Renate Licht (Regional-und Landesvorsitzende des DGB Thüringen), 2010
Constanze Lindemann (ver.di), 2003
Agostinho Lopes (Mitglied des ZK und der Ökonomischen Kommission der KP Portugals, Mitglied der Parlamentsfraktion der PCP), 2012
Oscar López Rivera (Unabhängigkeitskämpfer für Puerto Rico, USA), 2013
Domenico Losurdo (Philosoph, Italien), 2009
Stefanos Loukas (Direktor und Herausgeber von Rizospastis, Mitglied im Politbüro der KKE, Griechenland), 2009
Gesine Lötzsch (stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke.PDS, MdB, 2007; Vorsitzende Die Linke, 2011)
Gladys Marín (Generalsekretärin der KP Chiles), 1999
Alexej Markow (Kommunistischen Einheit der Brigade »Prisrak«, Donbass), 2016
Alberto Martínez (Internationale Kommission der FARC-EP, Kolumbien), 2000
Leo Mayer (1998; Sekretariat Parteivorstand DKP, ehem. stellv. BRV Siemens, 2007)
Achille Mbembe (Politikwissenschaftler und Philosoph, Kamerun), 2018
Peter Mertens (Vorsitzender der Partei der Arbeit Belgiens), 2015
Maria Mies (emeritierte Professorin der Soziologie), 1998
Hans Modrow (ehemal. DDR-Ministerpräsident, Vorsitzender des Ältestenrates der Partei Die Linke), 2015
Markus Mohr (Erwerbsloser, Aktivist der autonomen Bewegung), 2008
Aurélio Monteiro dos Santos (Mitglied der Zentralen Kontrollkommission der PCP, Portugal), 2006
Iván Morales (Movimiento al Socialismo [MAS], Bolivien), 2005
Luis Morlote (Präsident der Asociación Hermanos Saíz [Organisation junger kubanischer Schriftsteller und Künstler], Abgeordneter der Nationalversammlung, Kuba), 2013
Elfriede Müller (Redaktion Bahamas), 1997

Vlado Nadazdin (Serbische Republik, ehem. Generalkonsul der Bundesrepublik Jugoslawien in Düsseldorf), 2004
Iba Ndiaye Diadji (Generalsekretär der Konföderation der Autonomen Gewerkschaften und der Lehrergewerkschaft Senegals, Dakar, Senegal), 2000

Clotile Ohouochi (ehem. Sozialministerin, Côte d’Ivoire), 2018
Ana Elisa Osorio Granado (Umweltministerin im Kabinett Chávez, Venezuela), 2004
Arnaldo Otegi (Politiker, Baskenland), 2007, 2017

Norman Paech (Völkerrechtler), 2011
Tubal Paez (Vorsitzender des kubanischen Journalistenverbandes), 2008
Aleka Papariga (Generalsekretärin der KP Griechenlands [KKE]), 2008
Enriqueta Parreño (KP Kuba), 1999
Sémou Páthe Guèye (Professor der Philosophie an der Universität Dakar, Senegal), 2001
Petra Pau (PDS-Landesvorsitzende Berlin), 1997
Tobias Pflüger (Politikwissenschaftler, im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung Tübingen), 2001
Dorothee Piermont (bis 1994 Abgeordnete für die Grünen im Europaparlament), 1998
Alberto Pinzón (Teilnehmer an den Friedensverhandlungen 2001, Kolumbien), 2017
Günter Pohl (Internationaler Sekretär der DKP), 2018

Guillermo Quintero (Filmemacher, Mexiko), 2017

Bodo Ramelow (Fraktionsvorsitzender Die Linke im Landtag Thüringen), 2013
Ignacio Ramonet (Direktor von Le Monde Diplomatique en Español, Präsident des Vereins Mémoire des luttes, Ehrenpräsident von Attac, Frankreich), 2008, 2013
Miloslav Ransdorf (Stellvertretender Vorsitzender der KP Böhmens und Mährens (KSCM), Tschechische Republik), 2000
Heinz Ratz (Strom & Wasser), 2014, 2017
Thomas J. Richter (Maler und Grafiker), 2000
Wolfgang Richter (GBM), 2005
Anne Rieger (IG Metall, Waiblingen), 2000
Bernd Riexinger (Vorsitzender der Partei Die Linke), 2014, 2017
Iwan Rodionow (Chefredakteur von RT Deutsch, Russland), 2015
Maria Rojas (Wissenschaftlerin, Chile), 2001
Karl Heinz Roth (Historiker, praktizierender Arzt), 1998
Juan Ramon Ruiz (Nationale Revolutionäre Einheit Guatemalas [URNG]), 1999
Thomas Rudek (Wassertisch Berlin), 2011
Rainer Rupp (ehem. Mitarbeiter im NATO-Hauptquartier, Autor), 2001, 2014

Imad Samaha (l´Université Libanaise, Mitglied des Politbüros der KP Libanons), 2009
Jorge Santana Peréz (Philosoph, Universität Havanna, Kuba), 2004
Selma Schacht (Arbeiterkammerrätin, Österreich), 2018
Monty Schädel (politischer Geschäftsführer Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner DFG-VK), 2014
Herman Schaus (Landessprecher ver.di Hessen), 2007
Elmar Schmähling (Flottillenadmiral a.D., GBM), 2004
Ulrich Schneider (Generalsekretär Internationale Föderation der Widerstandskämpfer FIR), 2014
Eberhard Schultz (Rechtsanwalt, namhafter Verteidiger in Kurdenprozessen), 1998
Andrea Schuhmann (Antifaschistische Linke Berlin [ALB]), 2007
Günter Schumann (Bildhauer), 2006
Mandakranta Sen (Schriftstellerin, Indien), 2008
Irma Sehwerert Mileham (Mutter von René González Sehwerert (Cuban Five), Kuba), 2011
Maria do Socorro Gomes Coelho (Präsidentin Weltfriedensrat, Brasilien), 2014
Uwe Soukup (Journalist und Buchautor), 1999
Eckart Spoo (Publizist, Redaktion Ossietzky), 2003
Heinz Stehr (Vorsitzender der DKP), 2002
Klaus Steiniger (Chefredakteur Rotfuchs), 2007
Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin, Österreich), 2016
Christian Ströbele (B'90/Die Grünen), 1996, 2001
Peter Strotmann (ATTAC-Rat), 2003
Eugenio Suárez Pérez (Direktor der Zeitschrift Cuba Socialista, Kuba), 2006
Veronika Sykorova (stellv. Vorsitzende des Kommunistischen Jugendverbandes Tschechiens, KSM), 2007

Gáspár Miklós Tamás (Philosoph und Politiker, »Grüne Linke«, Ungarn), 2011

Enrique Ubieta (Journalist und Philosoph, Direktor der Zeitung La calle del medio, Kuba), 2010, 2018

David Velásquez (Botschafter von Venezuela im Iran), 2011
Inge Viett (Radikale Linke), 2011

Sahra Wagenknecht (1998; Mitglied im Bundesvorstand der PDS, 2004;  Europaabgeordnete / Die Linke, Mitglied im Parteivorstand, 2008; Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, 2016)
Peter Wahl (ATTAC-Koordinierungsrat), 2004
Linn Washington (Journalist, USA), 2015
Freja Wedenborg (Redakteurin der dänischen Tageszeitung Arbejderen), 2014
Carolus Wimmer (internationaler Sekretär der KP Venezuelas), 2018
Willy Wimmer (CDU-Politiker, ehem. Vizepräsident der OSZE), 2015
Susann Witt-Stahl (Publizistin), 2013, 2016, 2017
Frieder Otto Wolf (MdEP B'90/Die Grünen), 1999
Winfried Wolf (Redaktion SoZ/MdB PDS), 1997, 2001
Mag Wompel (Redakteurin LabourNet Germany), 2005
Alan Woods (Autor und Publizist, Großbritannien), 2003
Jean Wyllys (Partido Socialismo e Liberdade, Brasilien), 2017

Feng Yuan (Journalistin, China), 2007

Moshe Zuckermann (Soziologe und Historiker, Israel), 2011
Marylin Zuniga (politische Aktivistin, USA), 2017

(jW-Mitarbeiter sind nicht aufgeführt)

Künstlerinnen und Künstler

Gerardo Alfonso (Liedermacher, Kuba), 1999
Jennifer Antoni (Schauspielerin), 2012
Atari Teenage Riot (Digital Hardcore), 1996
Banda Bassotti (Combat-Rock-Ska, Italien), 2008
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot (2006)
Britta (Berliner Rockband), 1999
Brüllen (Rock und Soul), 1998
Uschi Brüning (Jazz- und Soul-Sängerin), 2000
Capoeira Topázio Berlin, 2017
Chumbawamba (Alternative-Rock, Großbritannien), 2005
Cool Breeze (Rock, Blues, Soul, TexMex), 2009
Franz Josef Degenhardt (Liedermacher und Schriftsteller), 1997
Kai Degenhardt (Liedermacher) 1998, 2012
Djs Melissa Logan & Kiki Moorse (Minimal-Electro), 2001
Arne van Dorsten (Schauspieler), 2018
Faten El-Dabbas (Spoken-Word-Künstlerin), 2018
Annegret Enderle (Pianistin), 2018
Tino Eisbrenner (Sänger), 2016
EWO2 (elektronisches Weltorchester), 2009
Vicente Feliu (Liedermacher, Kuba), 2009
F.S.K. (Avantgarde-Band), 2002
Luis Galríto (Liedermacher, Portugal), 2014
Hans-Beimler-Chor (2010)
António Hilário (Liedermacher, Portugal), 2014
Susanne Jansen (Schauspielerin), 2018
Ursula Karusseit (Schauspielerin und Regisseurin), 2000
Dota Kehr (Die Kleingeldprinzessin), 2015
Dietrich Kittner (Satiriker und Kabarettist, Österreich), 2000
Pól Mac Adaim (Liedermacher, Großbritannien), 2010
Ibrahim Mahama (Künstler, Ghana), 2018
Microphone Mafia (Rap), 2016
Nicolás Miquea (Liedermacher, Dichter und Gitarrist, Chile), 2017, 2018
Pablo Miró (Sänger und Multiinstrumentalist, Argentinien), 2012
Neues Glas aus alten Scherben (Rockband), 2002
Danbert Nobacon (Musiker, Großbritannien), 2008
Pepe Ordás (Liedermacher, Kuba), 2009
Pankow (Rockband), 1996
Anja Panse (Theaterregisseurin), 2018
Parole Trixi (Rock und Punk), 2001
Gian Paolo »Picchio« Picchiami (Sänger der italienischen Band Banda Bassotti), 2015, 2017
Gina Pietsch (Sängerin und Schauspielerin), 2008, 2018
Ernst-Ludwig Petrowsky & Enfant (Crossover und Jazz), 2000
The Pokes (Folkpunk), 2010, 2015
Prokopätz (Jazzorchester), 2005
Proyecto Son Batey (Kuba), 2016, 2018
Recorder (2001)
Knarf Rellöm (Elektro-Punk), 1998
Erich Schmeckenbecher (Zupfgeigenhansel, Liedermacher, BRD), 2014
Josh Sellhorn (2000)
Dr. Seltsam (2005–2013,2015–2018)
Sha-Karl & Smoke (Rap), 2002
?Shmaltz! (Klezmer-Balkan-Beats), 2013
Tarwater (Electronic-Duo), 1999
Tobias Thiele (Liedermacher), 2018
Trio Palmera (Salsa, Rumba, Cha-Cha-Cha), 2012
Tulip (2001)
Lucía Vargas (Rapperin, Kolumbien), 2011
Mathias Wedel (Journalist und Schriftsteller), 2000
Michael Weston King (Singer-Songwriter, Großbritannien), 2011
Xikinkei (Punkrock, Baskenland), 2008
Grup Yorum (Türkei), 2014, 2016
Esther Zimmering, 2014

revolutionsabo

ll demo

 

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