junge Welt gegen die Putschisten

Hände weg von Venezuela!

Yván Gil, Vizeaußenminister Venezuelas und zuständig für die Region Europa, richtete den mehr als 750 Besuchern der Solidaritätsveranstaltung in der Berliner »Urania« die Grüße des Außenministers Jorge Alberto Arreaza aus. Arreaza verhandelt derzeit in Norwegen zum Konflikt in seinem Land und konnte nicht persönlich in Berlin anwesend sein. Warum es US-Attacken gegen sein Land gebe, ist für Gil eindeutig: »Venezuela hat die größten Erdölreserven auf dieser Welt, es steht an der vierten Stelle der Länder mit den größten Goldvorkommen weltweit, ist geopolitisch wichtig und außerdem läuft in Venezuela eine sozialistische Revolution.« Das seien die Gründe für die vom Westen unterstützten Putschversuche gegen Venezuela, die vom »Imperium der USA« ausgingen. »Man versucht uns dazu zu bewegen, dass wir aufgeben. Wir sehen uns der Klasse gegenüber, die die Macht hat - das ist ein Klassenkampf«, so Gil. »Wir bitten um Respekt und Achtung der internationalen Gesetze«, machte der Vizeaußenminister klar. Die venezolanische Opposition habe keine Unterstützung durch das Volk oder das Militär. »Der einzige Weg ist der Sieg der fortschrittlichen Kräfte«, so Gil.

In einer dreiminütigen Audiobotschaft, in der Außenminister Arreaza sich aus Norwegen an die Gäste in Berlin wandte, heißt es unter anderem: »Die USA wollen die Kontrolle über das venezolanische Erdöl wiedererlangen. Sie wollen die Revolution zerstören. Wir müssen diese imperiale Verrücktheit stoppen. Viele Geschäftsleute in Lateinamerika und der Karibik haben sich Donald Trump untergeordnet. Das Völkerrecht muss wieder anerkannt werden. Wir suchen den Frieden durch den Dialog. Danke für die Solidarität des deutschen Volkes. Wir werden siegen. Es lebe die Solidarität der Völker!«

In einer Resolution, die von den Besuchern der Veranstaltung in Berlin per Akklamation verabschiedet wurde, wird die sofortige Aufhebung aller gegen Venezuela und seine Repräsentanten verhängten Strafmaßnahmen gefordert, außerdem die Freigabe aller von internationalen Banken und Finanzinstitutionen blockierten Vermögenswerte. Die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela sollen normalisiert werden und die Bundesregierung solle die Anerkennung des selbsternannten »Übergangspräsidenten« zurücknehmen, die diplomatische Ausgrenzung der legitimen Repräsentanten Venezuelas beenden.

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