junge Welt gegen die Putschisten

Foto: Christian-Ditsch.de

Venezuela wird angegriffen. Eine von den USA angeführte und von den meisten Staaten der Europäischen Union einschließlich Deutschland willig unterstützte Allianz hat sich den Sturz der vor gut einem Jahr demokratisch gewählten Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro zum Ziel gesetzt. Sie setzt dabei auf Politiker der reaktionären Opposition in Venezuela, die sich dieser Aggression als willfährige Marionetten zur Verfügung gestellt haben.

Teil dieser Aggression ist, dass die deutsche Bundesregierung einen von niemandem in dieses Amt gewählten Oppositionspolitiker als »Übergangspräsidenten« Venezuelas anerkannt und alle offiziellen Kontakte zur rechtmäßigen Regierung des südamerikanischen Landes abgebrochen hat. Zu einer heute (28.05.19, jW) auf Einladung des Auswärtigen Amtes in Berlin stattfindenden Konferenz der Außenminister Lateinamerikas und der Karibik wurde der Vertreter Venezuelas deshalb nicht eingeladen.

Während sich Bundesaußenminister Heiko Maas mit seinen Gästen zum Abendessen trifft, sind wir im Berliner Konferenzzentrum »Urania« zusammengekommen, um unsere Solidarität mit dem bolivarischen Venezuela zu demonstrieren. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass der seit Januar laufende Putschversuch in Venezuela scheitert. Unsere Solidarität gilt der Volksbewegung Venezuelas, die sich entschieden gegen die imperialistische Aggression wehrt.

Volles Haus in der Urania. Foto: Jens SchulzeVolles Haus in der Urania. Foto: Jens SchulzeWir stellen fest:

– Die einzige legitime Regierung der Bolivarischen Regierung Venezuelas ist die vom Präsidenten Nicolás Maduro geführte.

– Die Anerkennung eines Oppositionspolitikers, der sich selbst zum »Übergangspräsidenten« ernannt hat, ist eine völkerrechtswidrige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas, wie sogar die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages festgestellt haben. Die Besetzung diplomatischer Vertretungen der Bolivarischen Republik in den USA und anderen Ländern, um sie Vertretern dieses »Selbsternannten« zur Verfügung zu stellen, ist eine schwere Verletzung der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen und der Souveränität Venezuelas.

– Die von den USA, der EU und anderen Kräften gegen Venezuela verhängte Wirtschafts- und Finanzblockade stellt eine illegale kollektive Bestrafung der Bevölkerung dieses südamerikanischen Landes dar. Eine solche ist nach der Genfer Konvention als Kriegsverbrechen zu werten.

– Die wiederholte Androhung einer militärischen Intervention in Venezuela durch die USA ist eine schwere Verletzung aller grundlegenden Regeln des Völkerrechts, insbesondere der Charta der Vereinten Nationen.

Carolus Wimmer von der KP Venezuela. Foto: Christian-Ditsch.deCarolus Wimmer von der KP Venezuela. Foto: Christian-Ditsch.deWir fordern:

– Sofortige Aufhebung aller gegen Venezuela und seine Repräsentanten verhängten Strafmaßnahmen! Freigabe aller von internationalen Banken und Finanzinstitutionen blockierten Vermögenswerte!

– Sofortige Normalisierung der diplomatischen Beziehungen mit Venezuela! Die Bundesregierung muss die Anerkennung des selbsternannten »Übergangspräsidenten« zurücknehmen und die diplomatische Ausgrenzung der legitimen Repräsentanten Venezuelas beenden!

– Hände weg von Venezuela!

Berlin, 28. Mai 2019

Verabschiedet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung am 28. Mai 2019 in der Urania, Berlin

Die Veranstaltung wurde getragen von:

Tageszeitung junge Welt, Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus, Granma Internacional – Deutsche Ausgabe, Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft, Anti-NATO-Gruppe Berlin-Brandenburg, Berliner Bündnis »Hände weg von Venezuela«, Bloque Latinoamericano Berlin, Chile-Freundschaftsgesellschaft »Salvador Allende« e. V., Coop Antikriegscafé Berlin, Cuba Sí, Deutscher Freidenker-Verband Berlin, DIDF, Die Linke Tempelhof-Schöneberg, DKP-Parteivorstand, DKP Berlin, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Gruppe Tendenzen Berlin, Mondos Arts, Netzwerk Cuba – Informationsbüro e. V., North East Antifa Berlin, Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden (OKV), Red Patria Grande, Red Venezuela-Berlin, Redglobe, Re:volt Magazine, R-mediabase, SDAJ, Unidos por la Paz – Alemania, Venezuela Avanza, World Beyond War

Über die Veranstaltung

08.06.2019, junge Welt
Kein nostalgischer Reflex

 

07.06.2019, Unsere Zeit
Für die Souveränität der Völker

 

03.06.2019, Ulla Jelpke
Seriöser Journalismus geht anders, Herr Broder!

 

01.06.2019, junge Welt
Netzwerk der Solidarität aufbauen

 

31.05.2019, junge Welt
David gegen Goliath

 

31.05.2019, junge Welt
Hände weg von Venezuela!

 

31.05.2019, Orinoco Tribune
Germany: 750 Guests Attend Solidarity Event with Venezuela in Berlin

 

30.05.2019, Amerika 21
Konferenz in Berlin: "Hände weg von Venezuela"

 

29.05.2019, Prensa Latina
Cientos de personas expresan solidaridad con Venezuela en Alemania

 

29.05.2019, RT Deutsch
Hände weg von Venezuela: Gegenveranstaltung zum Maas-Lateinamerikagipfel

 

29.05.2019, Agencia Bolivariana de Prensa
Evento de solidaridad "Manos fuera de Venezuela" en Berlín

 

29.05.2019, HispanTV
Arreaza: Posición de EEUU sobre sanciones es “absoluto cinismo”

 

29.05.2019, Welt
Kurz überlege ich, nach Venezuela auszuwandern

 

29.05.2019, YVKE Mundial
Arreaza: Venezuela está en batalla contra el imperialismo

 

28.05.2019, Globovisión
Jorge Arreaza: Lograremos que se desbloquee a Venezuela

 

28.05.2019, Notifalcón
Jorge Arreaza: Lograremos que se desbloquee a Venezuela

 

28.05.2019, Últimas Noticias
Arreaza: Venezuela está en batalla contra el imperialismo

 

28.05.2019, Venezolana de Televisión
Canciller Arreaza: Venezuela está en batalla contra el imperialismo

 

28.05.2019, junge Welt
Venezuela-Solidarität: Kampf für sozialistische Revolution

 

28.05.2019, junge Welt
Grußbotschaft des venezolanischen Außenministers

 

28.05.2019, junge Welt
750 Besucher bei Solidaritätsveranstaltung für Venezuela

 

 

 

Unterstützer der Venezuela-Veranstaltung

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